20. Mai 2025
Am 10. Mai 2025 schlossen elf neue AgrarScouts die Ausbildung ab. Mit dem Abschluss der 7. Ausbildungsrunde in Graz sind österreichweit 54 AgrarScouts im Einsatz. Das Ziel der AgrarScouts ist es eine Brücke zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft zu bauen.

Die AgrarScouts-Ausbildung umfasst vier Halbtage. Sie richtet sich an Junglandwirt:innen und künftige Hofübernehmer:innen unter 40 Jahre. Kernstück der Ausbildung ist praxisorientiertes Training in Rhetorik, Präsentation und Argumentation.
Die Ausbildung vermittelt, wie man fundiert, sachlich und überzeugend über Landwirtschaft spricht – auch in herausfordernden Gesprächen, etwa bei Vorurteilen oder Falschinformationen. Daher werden im Rahmen der Ausbildung realistische Situationen nachgestellt – von einem zwanglosen Abendessen mit Freund:innen über ein TV-Interview bis hin zum Messestand. Um diese Einsatzsszenarien möglichst realitätsnah zu gestalten, brachten viele Teilnehmende Produkte aus eigener Erzeugung sowie Fotos ihrer Betriebe mit.
Simon Löberbauer, einer der neuen AgrarScouts, fasst seine Erfahrungen nach der Ausbildung so zusammen: „Vor der Ausbildung war mir nicht bewusst, wie stark sich die Sichtweisen der Konsument:innen von der Perspektive der Landwirtschaft unterscheiden – etwa, wenn Förderungen in der Öffentlichkeit auf Unverständnis stoßen. Das fand ich äußerst spannend.“
Am Ausbildungsdurchgang in Graz nahmen elf junge Agrarier:innen teil, darunter vier Frauen und sieben Männer. Die Hälfte stammt aus der Steiermark und der Rest kommt aus Kärnten, Oberösterreich und Niederösterreich. Bei den Betriebszeigen zeigt sich ebenfalls eine bunte Mischung – von Geflügelhaltung über Schweinmast und Forstwirtschaft bis zu Milchviehhaltung war alles dabei.
Mit zahlreichen wertvollen Impulsen ausgestattet, sind sie nun bestens vorbereitet, um künftig noch wirkungsvoller mit der Gesellschaft in Dialog zu treten. Voller Motivation blicken sie darauf, das Gelernte bald praktisch anzuwenden und so die Landwirtschaft authentisch zu vertreten.
Der Hackathon hat eindrucksvoll gezeigt: Junge Menschen sind bereit, Verantwortung zu übernehmen. Sie denken über Fachgrenzen oder in diesem Fall Tellerrand hinaus und entwickeln gemeinsam konkrete Ideen, wie Ernährungssysteme zukunftsfähig gestaltet werden können. Insgesamt machten die Präsentationen deutlich, wie groß das Potenzial für Veränderung ist – sei es durch neue Produktionsstrategien, politische Maßnahmen oder gezielte Bewusstseinsbildung. Drei Gruppen zeigten, dass Österreich bereits heute über das Potenzial verfügt, seine Bevölkerung auf nachhaltige Weise zu ernähren. Eine vierte Gruppe bewies, wie durch die gezielte Ansprache zentraler Akteur:innen kurzfristig wirksame Veränderungen angestoßen werden können.
Die zentrale Erkenntnis des Hackathons lässt sich klar formulieren: In Österreich besteht die Möglichkeit, unsere Ernährung im Einklang mit den ökologischen Belastungsgrenzen unseres Planeten zu sichern – wenn wir ökologisch klug, sozial gerecht und wirtschaftlich tragfähig handeln.







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