Im Mai durften wir unsere FEAST-Projektpartnerin Paola Hernández Olivan von Mensa Cívica in Wien begrüßen. Der Besuch fand im Rahmen eines Peer-Learning-Austauschs statt und bot die Gelegenheit, Erfahrungen, Ideen und bewährte Praktiken im Bereich nachhaltiger Ernährungssysteme zu teilen und voneinander zu lernen.
Internationale Zusammenarbeit als Schlüssel
Dieser Erfahrungsaustausch schuf Raum für Dialog, neue Perspektiven und gemeinsame Lernprozesse zwischen Organisationen aus unterschiedlichen europäischen Ländern. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie soziale Innovation, Ernährungsbildung, zirkuläre Ansätze und gemeinschaftsorientierte Lösungen einen Beitrag zu nachhaltigen und resilienten Ernährungssystemen leisten können.
Twinning-Partner des Ökosozialen Forums: Mensa Cívica
Mensa Cívica ist eine spanische Vereinigung, die verschiedene Akteur:innen entlang der Lebensmittel-Wertschöpfungskette zusammenbringt – von Produzent:innen und Vertriebsunternehmen über Cateringbetriebe und selbstverwaltete Küchen bis hin zu sozialen Organisationen und Fachkräften. Ziel der Organisation ist es, Nachhaltigkeit in der Gemeinschaftsverpflegung zu fördern – insbesondere in Kindergärten, Schulen, Universitäten, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und im öffentlichen Verkehr.
Zwei intensive Tage des Austauschs
Während zweier intensiver Tage in Wien und Niederösterreich besuchten wir gemeinsam Initiativen, die innovative Ansätze für nachhaltige Ernährungssysteme sichtbar machen.
Der erste Programmpunkt führte uns zu Die Tafel Österreich. Dort erhielten wir spannende Einblicke in soziale Lebensmittelrettung und Logistikmodelle zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung. Besonders interessant war der Besuch des Sensorik-Labors, das Informationen für Konsument:innen mit praxisnahen Ansätzen verbindet und zeigt, wie die Nutzungsdauer von Lebensmitteln verlängert werden kann.
Anschließend besuchten wir das neunerhaus Café, das mit seinem innovativen Social-Business-Modell einen niederschwelligen Zugang zu gesunden Lebensmitteln und sozialen Unterstützungsangeboten schafft. Das Konzept zeigt eindrucksvoll, wie Ernährung und soziale Inklusion zusammengedacht werden können.
Ein weiterer Halt war die Kleine Stadtfarm. Die Initiative verbindet regionale Lebensmittelproduktion, Bildung, urbane Landwirtschaft und partizipative Beteiligungsmodelle. Sie verdeutlicht, wie lokale und gemeinschaftsgetragene Ansätze regionale Ernährungssysteme stärken können.
Auch das WeltTellerFeld stand auf dem Programm. Die interaktive Bildungsplattform macht globale Ernährungssysteme greifbar und sensibilisiert für Themen wie Flächennutzung, Konsumverhalten und Nachhaltigkeitsfragen.
Zum Abschluss nahmen wir am „Restlküche“-Workshop des Living Lab Korneuburg teil. Im Mittelpunkt standen nachhaltige Kochpraktiken und konkrete Strategien zur Reduktion von Lebensmittelverschwendung – mit einem besonderen Fokus auf Bildung und Verhaltensänderung.
















