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Essen – nicht nur Geschmackssache

31. März 2026

In Österreich sind bei den Volksschulkindern bereits jeder dritte Bub und jedes vierte Mädchen übergewichtig oder adipös. In Städten mehr als in ländlichen Regionen. Insbesondere hinsichtlich Adipositas sind Burschen deutlich häufiger betroffen als Mädchen.

Ein Balkendiagramm mit dem Titel „Häufigkeit von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen, nach Bildung der Eltern in Österreich“ zeigt drei Gruppen: Kinder von Eltern mit maximal Pflichtschulabschluss (48 %), mit Matura (27 %) und mit Universitätsabschluss (19 %). Die Grafik verdeutlicht, dass Übergewicht bei Kindern häufiger vorkommt, wenn die Eltern ein niedrigeres Bildungsniveau haben. Unten steht der Hinweis, dass faire Chancen im Bereich Ernährung notwendig sind. Quelle: Österreich 2021.

Adipositas ist vielfach schon im Jugendalter mit zahlreichen Begleiterkrankungen verbunden (z. B. Asthma, Insulinresistenz, Fettleber, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, psychischen Probleme). Im Erwachsenenalter kommen weitere erhöhte Krankheitsrisiken hinzu (z. B. Atherosklerose, Typ-2-Diabetes, Dyslipidämie, Hypertonie, Leberfibrose, verschiedene Krebsarten).

Gesundheit ist abhängig von Chancen und Rahmenbedingungen

Eine gesunde Ernährung ist entscheidend für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und senkt das Risiko vieler Krankheiten. Da Essgewohnheiten früh geprägt werden, sollten Kinder Zugang zu hochwertigen, gesunden Lebensmitteln haben. In der Wachstumsphase ist zudem eine ausgewogene Ernährung wichtig für Körperfunktionen wie Immunsystem, Knochenaufbau und geistige Leistungsfähigkeit. Besonders in Schulen und Kindergärten kann durch gute Verpflegung viel erreicht werden.

Die Ursachen und Risikofaktoren sind etwa ein niedriger sozioökonomischer Status, psychosoziale Belastungen und Bewegungsmangel. Auch Umwelt- und wirtschaftlichen Faktoren wie Lebensmittelangebot und -verarbeitung beeinflussen das Risiko. So zeigt sich, dass Kinder und Jugendliche, die in Armut aufwachsen und deren Eltern einen geringen Bildungsstand aufweisen, ein höheres Risiko in Hinblick auf Übergewicht und Adipositas haben. Dagegen vorzugehen ist eine gesellschaftliche, nicht nur individuelle Aufgabe.

Weltgesundheitstag 2026

Der Weltgesundheitstag 2026 steht unter dem Motto „Together for health. Stand with science“. In Zeiten zunehmender Wissenschaftsskepsis ist es umso wichtiger, daten- und faktenbasierte Gesundheitsentscheidungen zu treffen. Und gleichzeitig die systemischen Hindernisse für eine gesunde und nachhaltige Ernährung zu erforschen und zu fragen, wie wir diese beseitigen können.

FEAST 2030

Das Ökosoziale Forum setzt sich als Teil des FEAST-Konsortiums für die wissenschaftliche Aufarbeitung dieser Frage ein. Gleichzeitig arbeiten wir in der Praxis an Maßnahmen, die konkret einen Unterschied machen. Gemeinsam mit der Polytechnischen Schule Korneuburg wollen wir am Schuldstandort Windmühlgasse einen Unterschied machen. Ein Unterschied, der nicht nur Gesundheit und Nachhaltigkeit fördert, sondern auch die Gesundheitskompetenz der Schüler:innen ausbaut und der vor allem auch schmeckt und zum Leben der Jugendlichen passt. Weil ohne geschmacklich überzeugende Angebote und Spaß am guten Essen, kommen wir nicht weiter.

Das Ökosoziale Forum ist Teil Horizon Europe-Projekts FEAST. Ab Juli 2022 arbeiten wir fünf Jahre lang gemeinsam mit 35 Partnern aus 17 europäischen Ländern an einem Beitrag zu nachhaltigen Ernährungssystemen in Europa, das Vorteile für die Menschen, den Planeten und sowie den öffentlichen und privaten Sektor mit sich bringt.

Quelle:BMSGPK 2022, Gesundheit Österreich

Logo der Europäischen Union mit der Aufschrift „Co-funded by the European Union“.

Wirtschaft


Essen – nicht nur Geschmackssache
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Das war die 73. Wintertagung des Ökosozialen Forums
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