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Wissenschaft ist (nicht) weiblich

07. März 2026

Heute schließen mehr Frauen als Männer in der EU ein Bachelorstudium ab – in allen Fachbereichen, einschließlich der Bereiche Naturwissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik. Doch je höher die Stufen auf der akademischen Leiter, desto dünner wird die Luft für Frauen. Bei den Doktorand:innen sinkt der Anteil der Frauen schon auf unter die Hälfte. Auch variiert ihr Anteil je nach Fachbereich erheblich: In der Pädagogik sind es über 67 %, in den Informations- und Kommunikationstechnologien, einem Bereich, der für das Produktivitätswachstum von entscheidender Bedeutung ist und bereits mit einem akuten Fachkräftemangel zu kämpfen hat, hingegen nur 22 %..

Illustration mehrerer erhobener Fäuste als Zeichen von Solidarität und Empowerment. In der Mitte halten zwei Hände ein Banner mit der Aufschrift „International Women’s Day!“. (c) Canva

Strukturwandel betrifft vor allem Frauen

Gleichzeitig hat sich die Struktur der österreichischen Landwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verändert. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe ist seit dem Jahr 2000 stark zurückgegangen. Viele geben also auf, aber die, die bleiben werden größer. Da der landwirtschaftliche Strukturwandel vor allem zu einem Rückgang kleiner Familienbetriebe führt, kann dieser Wandel Frauen in der Landwirtschaft in besonderem Maße betreffen.

Frauen in der Wisenschaft

Das von der EU-Kommission herausgegebene Datenset „SheFigures“ gibt jährlich einen knappen Überblick über die Beteiligung von Frauen in Wissenschaft und Forschung in der Europäischen Union.

Frauen stellen:

48 % der Absolvent:innen eines Doktoratsstudiums (in den Natur- und Ingenieurswissenschaften sind es 37 %)
34 % der Autor:innen wissenschaftlicher Publikationen
34 % der in der Forschung Tätigen
30 % der Ordentlichen Professor:innen
9 % der Patentanträge

Trichterdiagramm zur wissenschaftlichen Karriere in der EU: 48 % Doktoratsabsolventinnen, 34 % Forschende, 30 % Professorinnen und 9 % der Patentanträge stammen von Frauen.

Österreich unter dem EU-Schnitt

Österreich hinkt dabei auch noch dem europäischen Durchschnitt deutlich hinterher. Im Jahr 2023 lag der Frauenanteil am wissenschaftlichen Personal in Österreich bei 26 Prozent (Vollzeitäquivalente). Mit jedem weiteren Schritt auf der akademischen Karriereleiter sinkt dieser Anteil. Besonders wenige Frauen sind in der außeruniversitären Forschung tätig. Im Unternehmenssektor ist der Frauenanteil mit 18 Prozent besonders gering.

Quelle:

she-figures
unesco.at
research-and-innovation.eu

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