Workshop Perspektivenwechsel

Green Care Integration Landwirtschaft Vielfalt

Kuhbrille trifft Gleitsichtbrille

In verschiedensten Lebens- und Arbeitsbereichen ist es wichtig sich in die Situation anderer Menschen und Lebewesen hineinversetzen zu können!

Im ersten Teil des Workshops ging es im Bereich Landwirtschaft, darum sich in die Wahrnehmung von Tieren hinein versetzen zu können.  

Im zweiten Workshop Teil ging es darum, Herausforderungen einer bestimmen Zielgruppen kennen zu lernen, um bei der Entwicklung von Produkten darauf eingehen zu können.   

Landwirtschaft

 Oft gibt es Probleme beim Handling von Kühen – sei es beim Treiben der Tiere in den Klauenstand oder beim Verladen in den Transporter. Ungeduld und Stress vonseiten der Menschen verschlimmern die Situation. Aber warum wollen Tiere nicht so wie wir Menschen es wollen? Sind sie wirklich stur und bockig? Herr Gastecker von der LK NÖ gab den Schüler:innen einen Einblick in die Sinneswelt von Rind, Pferd und Schwein und sorgte bei den Schüler:innen für viele Aha-Erlebnisse. Die Tiere erleben die Welt anders, wie z.B. Hell/Dunkel-Kontraste. Wasserlacken sind tiefe, unüberwindbare Löcher. Das helle Sonnenlicht beim Austrieb ist noch gleißender und blendender als für uns Menschen. Der dunkle Eingang in den Transporter noch dunkler und wenig einladend. Der Rundumblick einer Kuh ist ebenso erstaunlich, wie auch die schlechte und unscharfe Sehschärfe, die es nicht erlaubt, bekannte Gesichter so einfach zu erkennen.

Mithilfe dieser Vortrages und der Kuhbrille erhielten die Schüler:innen einen Einblick in das Sehvermögen bzw. in die Sinneswelt von Rindern und welche einfache Maßnahmen beim Handling von Tieren gesetzt werden können, um für einen ruhigen, gelassenen und vor allem sicheren Umgang mit den Tieren zu sorgen.

 Ökosoziales Produktmanagement

Um zielgruppengerechte Produkte zu entwickeln, muss man die Herausforderungen und Probleme dieser Gruppe verstehen.

Der 3.Jahrgang bekam im Workshop daher verschiedene Aufgaben, die sie mit simulierten Einschränkungen älterer Menschen umsetzten.

Es wurde…

…mit Kopfhörern das Hören erschwert. Die Schülerinnen mussten eine angesagte Einkaufsliste verstehen.

…mit Handschuhen, Gewichtsmanschetten und Schoner versucht unterschiedliche Verpackungen zu öffnen. Die Schüler:innen erkannten wie schwer es sein kann,  wenn die Finger nicht mehr richtig mitmachen.

…mit verschiedenen Brillen eine altersspezifische Seheinschränkungen imitiert, Die Schüler:innen konnten testen, wie schwierig es ist, Informationen, wie das Mindesthaltbarkeitsdatum oder die Allergene zu lesen. 

Diese Erfahrungen wurden herangezogen, um Produkte zielgruppengerecht anzupassen!