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Nachhaltigkeit – was ist das? Und was geht mich das an?

15. Mai 2025

Bei der siebten Ausgabe der Umwelt.Wissen Tage für Kids hatten und 700 Schülerinnen und Schüler der 5. bis 7. Schulstufe erneut die Gelegenheit, Hochschulluft zu schnuppern. In diesem Jahr fand die Veranstaltung am Campus der Fachhochschule Wiener Neustadt statt. Das Ökosoziale Forum war mit dem Workshop „Nachhaltigkeit – was ist das? Und was geht mich das an?“ vor Ort.

Kinder, mit erhobenen Armen, stehen am Campus der FH Wiener Neustadt und sind Teilnehmer:innen der Umwelt Wissen Tage.

Nachhaltigkeit – was ist das? Und was geht mich das an?

Im Workshop des Ökosozialen Forums Österreich & Europa wurde gemeinsam erarbeitet, was nachhaltiges Handeln bedeutet und warum es oft schwerfällt, das Richtige auch umzusetzen – trotz besseren Wissens. Ziel war es, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie heutige Entscheidungen die Lebensqualität zukünftiger Generationen beeinflussen.

Zu Begin wurde der Begriff „Nachhaltigkeit“ beleuchtet. Nachhaltiges Handeln bedeutet, die Ressourcen der Erde so zu nutzen, dass auch zukünftige Generationen davon profitieren können. Das erfordert einen bewussten Umgang mit Rohstoffen, einen nachhaltigen Konsum und das Ziel, eine lebenswerte Welt für kommende Generationen zu hinterlassen. Dabei wurde betont, dass Nachhaltigkeit ein fortlaufender Prozess ist – niemand handelt perfekt, aber jeder kann dazulernen und sein Verhalten anpassen.

Ein weiterer wichtiger Punkt war die Vorstellung der Sustainable Development Goals (SDGs), die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen. Diese 17 Ziele setzen sich für soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz und wirtschaftliche Nachhaltigkeit ein, um eine bessere Zukunft für alle zu ermöglichen.

Durch diese praxisnahen Beispiele konnten die Teilnehmenden ein Bewusstsein dafür entwickeln, wie sich Nachhaltigkeit konkret in den Alltag integrieren lässt. Anhand des Kleiderkonsums wurde gezeigt, dass viele Kleidungsstücke selten getragen werden. Ein Lösungsansatz ist der bewusste Umgang mit Kleidung, etwa durch Tauschbörsen oder Kleidertauschpartys, um Ressourcen zu schonen. Beim Thema Lebensmittelverschwendung, insbesondere bei Brot, wurde auf die Bedeutung der richtigen Lagerung hingewiesen. Durch Tipps wie das Lagern in Brotkästen aus Ton oder Holz und das Einfrieren in Stoffbeuteln kann Abfall vermieden werden.

Studierende entwickeln bei einem Hackathon konkrete Lösungsansätze

Wir leben in einer Zeit, in der unser Ernährungssystem stärker, denn je auf dem Prüfstand steht und eine Einnordung notwendig ist. Klimakrise, Biodiversitätsverlust, geopolitische Instabilität und soziale Ungleichheiten verdeutlichen: Es braucht ein grundlegendes Umdenken, wie wir Lebensmittel produzieren, verarbeiten, verteilen und konsumieren. Gleichzeitig eröffnen diese Herausforderungen auch Chancen – für Innovation, für Zusammenarbeit, für Veränderung. Nachhaltigkeit muss dabei im Zentrum stehen.

Vor diesem Hintergrund veranstaltete das Ökosoziale Forum am 8. Mai 2025 im Rahmen des Wissenschaftskommunikationsprojekts „fragen säen. antworten ernten.“ einen interdisziplinären Hackathon für Studierende. Ziel war es, entlang der realen Herausforderungen des österreichischen und europäischen Ernährungssystems in kurzer Zeit praxisnahe Lösungsansätze zu erarbeiten – getragen von wissenschaftlicher Neugier, interdisziplinärer Zusammenarbeit und einem klaren Zukunftsblick.

Die teilnehmenden Studierenden zeigten in ihren Präsentationen eindrucksvoll, wie vielfältig Lösungswege sein können, wenn Expertise aus verschiedenen Disziplinen zusammentrifft: Drei Gruppen widmeten sich der Frage, wie die österreichische Bevölkerung auf Basis der verfügbaren Agrarflächen ausreichend und möglichst nachhaltig versorgt werden kann. Trotz unterschiedlicher Zugänge war ihre zentrale Botschaft eindeutig: Bereits heute besteht Spielraum, um sowohl Ernährungssicherheit zu gewährleisten als auch ökologische Maßnahmen zu ergreifen. Wie sich dieser Handlungsspielraum unter dem Einfluss des Klimawandels künftig verändert, ist schwer prognostizierbar und blieb offen – doch die Relevanz der Fragestellung wurde eindrucksvoll unterstrichen. Die vierte Gruppe legte den Fokus auf eine andere Stellschraube im Ernährungssystem: Meinungsbildner:innen in der Gemeinschaftsverpflegung. Ihr Ansatz: Mit geringem Aufwand lässt sich durch gezielte Information und Bewusstseinsbildung ein erheblicher Beitrag zu gesünderer und nachhaltigerer Ernährung leisten. Eine Perspektive, die Mut macht – denn Veränderung muss nicht immer teuer oder komplex sein. Manchmal genügt ein neuer Blick auf bestehende Strukturen.

Gruppe sitzt im Kreis bei Workshop Umwelt.Wissen Tage für Kids 2025. Katharina Liball, Referentin für Umwelt, leitete den Workshop. (c) Klimabündnis NÖ/ Alexander Braun

Katharina Liball, Referentin für Umwelt, leitete den Workshop.

© Klimabündnis NÖ/ Alexander Braun

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