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Faktensammlung (September 2025): Mit Messer, Gabel und Hirn

30. September 2025

Wege zu einem nachhaltigen Agrar- und Ernährungssystem

Unsere neueste Faktensammlung zeigt, wie eng Ernährung, Landwirtschaft und globale Entwicklungen miteinander verflochten sind und welche Chancen und Risiken daraus entstehen.

Luftaufnahme eines grünen Feldes mit einer landwirtschaftlichen Erntemaschine in der Mitte. Die Maschine fährt geradeaus und hinterlässt parallel verlaufende, gemähte Streifen im dichten Pflanzenbestand. Das Feld ist in kräftigen Grün- und Gelbtönen gehalten, die Reihenstruktur der Ernte ist deutlich erkennbar.

Die menschliche Ernährung hängt seit jeher von natürlichen Gegebenheiten ab, wird aber auch durch Kultur, Technik, Wissenschaft und Politik geprägt. In der globalisierten Welt steigt die Versorgungssicherheit durch Ausgleich regionaler Ausfälle und Spezialisierung, gleichzeitig steigt aber auch die Gefahr der Ausbreitung von Krankheiten und die Abhängigkeit von Lieferketten. Ebenso ist die Klimakrise ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor. Unser Agrar- und Ernährungssystem hat sich im Laufe der Zeit verändert: von Wildpflanzen und Jagd über Getreide, Früchte, Fleisch und Milch bis hin zur modernen Landwirtschaft mit technologischem Fortschritt, Lagerung und Logistik. Dadurch können mehr Menschen ernährt werden, während weniger in der Produktion tätig sind.

Unsere Esskultur verlangt heute mehr Vielfalt, Qualität und ethische Vertretbarkeit. Ernährung steht im Spannungsfeld von Klimakrise, Flächenverfügbarkeit und Gesundheit. Landwirtschaft soll nicht nur Kalorien liefern, sondern auch Ressourcen sparen, Umwelt und Tiere schützen, sich an Extremereignisse anpassen und Einkommen für Landwirt:innen sowie leistbare Lebensmittel für Konsument:innen sichern. Die Entwicklung brachte Effizienz, aber auch Probleme wie Treibhausgase, Antibiotikaresistenzen und neue Krankheiten. Zudem wurde das Ernährungssystem homogenisiert: wenige Hauptfrüchte wie Mais, Weizen, Reis und wenige Zuchtlinien dominieren. Die Vielfalt entsteht meist durch Verarbeitung, nicht durch die Ausgangsprodukte.

Unsere neueste Faktensammlung zeigt, wie eng Ernährung, Landwirtschaft und globale Entwicklungen miteinander verflochten sind. Sie macht deutlich, dass eine nachhaltige Transformation an vielen Stellschrauben ansetzen muss – von der Ressourcenschonung in der Landwirtschaft über politische Rahmenbedingungen bis hin zu den Ernährungsgewohnheiten. Zudem werden aktuelle österreichische Forschungsprojekte vorgestellt, die Einblicke in die wissenschaftliche Praxis in Österreich geben.

Hinweis auf Unterstützung von Bund und Ländern, darunter das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima-, Umwelt-, Regionen- und Wasserwirtschaft.

Umwelt


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