21. September 2026
Ernährung begleitet uns jeden Tag und hat großen Einfluss auf Gesundheit und Lebensqualität. Gleichzeitig ist ausgewogene Ernährung keine rein individuelle Frage: Auch soziale, wirtschaftliche und strukturelle Rahmenbedingungen beeinflussen, welche Lebensmittel verfügbar, leistbar und im Alltag praktikabel sind.

Beim ernte.dank.festival. wurde Wissen rund um Lebensmittel, Ernährung und das Ernährungssystem für Besucher:innen aller Altersgruppen unmittelbar erlebbar gemacht.
Von Familien mit Kindern bis hin zu Pensionist:innen kamen Menschen mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen und Fragen zusammen. Im Mittelpunkt standen die systemischen Zusammenhänge im Agrar- und Ernährungssystem: Woher kommen unsere Lebensmittel? Wie entstehen sie? Welche Rolle spielen Landwirtschaft, Herkunft und Nachhaltigkeit dabei? Und wie wirkt sich all das auf unsere Gesundheit aus?
Dabei ging es bewusst nicht um Belehrung oder darum, einzelne Lebensmittel pauschal als „gut“ oder „schlecht“ einzuordnen. Vielmehr standen Neugier, Austausch und Aha-Momente im Vordergrund. Die Besucher:innen konnten selbst entdecken, ihr Wissen testen und erkennen, wie Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion, Ernährung und Gesundheit miteinander verbunden sind.
Ein Lebensmittelquiz und ein Glücksrad mit Fragen machten die Themen des Ernährungssystems spielerisch zugänglich. „Wo wächst was?“, „Was steckt hinter diesem Lebensmittel?“ oder „Was bedeutet Nachhaltigkeit?“ waren einige der Fragen, mit denen sich Groß und Klein beschäftigten.
Dabei wurde deutlich: Ernährung beginnt lange bevor ein Lebensmittel auf unserem Teller liegt. Hinter jedem Produkt stehen Landwirtschaft, Verarbeitung, Herkunft und unterschiedliche Inhaltsstoffe. Wer diese Zusammenhänge kennt, kann besser nachvollziehen, wie unser Ernährungssystem funktioniert und welche Bedeutung unsere täglichen Entscheidungen haben.
Genau darin lag der Kern: Interesse an Lebensmitteln und Ernährung zu wecken und Zusammenhänge verständlich und greifbar zu machen – vom Acker bis auf den Teller. Denn Wissen schafft die Grundlage dafür, Lebensmittel bewusster wahrzunehmen und sich mit der eigenen Ernährung auseinanderzusetzen.

© ÖSF/Praxmarer

© ÖSF/ Praxmarer

Die gesundheitliche Relevanz zeigt sich bereits im Kindesalter: In Österreich ist rund jeder dritte Bub und jedes vierte Mädchen im Volksschulalter übergewichtig oder adipös – mit steigender Tendenz, insbesondere in städtischen Regionen.
Das Ökosoziale Forum beschäftigt sich daher im Rahmen des FEAST-Konsortiums mit der Frage, wie gesunde und nachhaltige Ernährung für möglichst viele Menschen erleichtert werden kann. Ein wichtiger Teil davon ist der direkte Austausch mit der Bevölkerung.

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