Am Freitag, verwandelte sich der Heldenplatz in ein Klassenzimmer unter freiem Himmel. Hunderte Schulkinder trotzten dem Regen und tauschten ihre Schulbänke gegen Naturerlebnisse.
Wien. Bereits zum dritten Mal organisiert das Ökosoziale Forum das ernte.dank.festival. und zum dritten Mal wurde als Auftakt der Heldenplatz zum Klassenzimmer für Wiener Volksschulkinder. Auf die Kinder wartete ein abwechslungsreiches Bildungsprogramm mit zahlreichen Mitmachstationen rund um Wald, Natur, Lebensmittel sowie Land- und Forstwirtschaft.
Begleitet wurden die jungen Forscher:innen dabei von Fachleuten der BOKU University, der Veterinärmedizinischen Universität Wien, der Nationalparks sowie zahlreicher weiterer Institutionen. Gemeinsam gingen sie auf Spurensuche: Welchen Weg legen Lebensmittel vom Feld bis auf den Teller zurück? Was lebt in unseren Böden? Und warum sind auch Lebewesen, die kaum sichtbar sind, für Biodiversität und funktionierende Ökosysteme unverzichtbar? Im Mittelpunkt dieses großen Lernerlebnisses stand Spaß, eigenes Entdecken, Angreifen und Beobachten. „Mit dieser Initiative beim ernte.dank.festival. wollen wir das Verständnis der Kinder für die Natur fördern und einen persönlichen Bezug herstellen. Gerade bei Kindern gelingt das besonders gut, wenn sie selbst entdecken, ausprobieren und begreifen können. So entsteht Wertschätzung für die Natur, unsere Lebensmittel und die Menschen, die sie herstellen. Was man kennt, schützt man“, erklärt Josef Taucher, Mitglied im Festkomitee des ernte.dank.festivals., Vizepräsident des Ökosozialen Forums und Abgeordneter zum Wiener Landtag.
Auf besonderes Interesse beim jungen Publikum stieß das Angebot der Bäuerinnenorganisation. Bei den „Esserwissern“ und der „AckerkulTOUR“ erfuhren Kinder auf spielerische Weise, was Landwirtschaft bedeutet, wie Lebensmittel entstehen und wie vielfältig die Arbeit auf Höfen ist. „Es ist uns wichtig, Kindern schon früh zu vermitteln, wo unsere Lebensmittel herkommen und wie sie entstehen. Wenn sie Landwirtschaft spielerisch und aus erster Hand erleben können, sehen sie auch, wie viel Wissen, Arbeit und Verantwortung dahinterstecken. Genau dieses Verständnis wollen wir weitergeben“, so Bundesbäuerin Irene Neumann-Hartberger, Mitglied im Festkomitee des ernte.dank.festivals.
Der Bildungstag für Volksschulen bildete den Auftakt des ernte.dank.festival., das am 12. und 13. September seine Tore für das breite Publikum öffnete. Das kostenlose Angebot für Wiener Volksschüler:innen wurde gemeinsam mit zahlreichen Partner:innen des Festivals umgesetzt und vermittelte altersgerecht Wissen über Natur, Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion – mit viel Bewegung, Spiel und Spaß.
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