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Ökosoziales Forum Steiermark neu konstituiert

Am 1. Spetember wurde im Schloss St. Martin in Graz das Ökosoziale Forum Steiermark neu konstituiert. Wirtschaftslandesrat Willibald Ehrenhöfer wurde dabei zum neuen Präsidenten gewählt. Er steht damit bis 2030 dem 15-köpfigen Vorstand vor, dem neben Ehrenpräsident Josef Riegler Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik angehören. Gemeinsam mit einem ebenfalls 15-köpfigen Beirat sollen künftig verstärkt Ideen und Konzepte für die Wirtschaftspolitik des Landes entwickelt werden.

Neun Vertreterinnen und Vertreter des Ökosozialen Forums Steiermark stehen bei einer Veranstaltung für ein gemeinsames Gruppenfoto.

© Ökosoziales Forum Steiermark

„Wir spüren neben Rekord-Hitzewellen steigende Arbeitslosenzahlen und die Teuerung. All das bringt unsere Betriebe massiv unter Druck. Wenn wir in Zukunft im internationalen Wettbewerb bestehen wollen, sind die Grundsätze der ökosozialen Marktwirtschaft unsere einzige Chance“, so Landesrat Ehrenhöfer in seiner Eröffnungsrede vor rund 180 Gästen.


Für wirtschaftliches Wachstum brauche es Innovation, mit der dafür erforderlichen technologischen, politischen, aber auch gesellschaftlichen Offenheit. „Gleichzeitig sage ich als Wirtschaftslandesrat aber ganz klar: wir können langfristig nicht in Wohlstand leben, wenn wir für wirtschaftlichen Erfolg unsere natürliche Lebensgrundlage und unsere soziale Gerechtigkeit opfern. Wenn wir die Natur ausbeuten und die Gesellschaft spalten, sägen wir am Fundament unseres Lebensstandards“, so Ehrenhöfer, der vor allem mit populistischer Politik hart ins Gericht ging: „Jene, die von Problemen leben und mit ihnen ihre Stimmen maximieren, haben kein Interesse, diese Probleme zu lösen. Es ist daher gerade unsere Aufgabe, Ideen und Konzepte für eine positive Entwicklung unseres Landes zu entwickeln und alles dafür zu tun, dass diese umgesetzt werden können.“


Im Rahmen der Neukonstituierung hielt Prof. Peter Filzmaier einen Vortrag, der die Brisanz der aktuellen Lage eindrücklich vor Augen führte: Über 300.000 Österreicherinnen und Österreicher – rund fünf Prozent der Bevölkerung – stehen einer Diktatur positiv gegenüber, weitere 20 Prozent, also über eine Million Menschen, wären unter bestimmten Umständen für politische Extreme von rechts wie links empfänglich. Ein deutliches Warnsignal für die österreichische Demokratie.

Ökosoziales Forum Steiermark

Das Ökosoziale Forum Steiermark wurde ist eine überparteiliche Plattform, die sich für wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, soziale Fairness und ökologische Verantwortung einsetzt. Die neue Funktionsperiode des ÖSF Steiermark läuft bis 2030. Der Vorstand besteht ebenso wie der Beirat aus jeweils 15 Mitgliedern aus führenden Wissenschaftlern, Wirtschaftstreibenden und Politikern.

Drei Vertreter des Ökosozialen Forums Steiermark stehen lächelnd nebeneinander vor dem Logo der Organisation.

Staffettenübergabe (v.l.n.r.): scheidender Präsident Siegfried Nagl, neu gewählter Präsident Willibald Ehrehöfer, Ehrenpräsident Josef Riegler

Drei Männer in Anzügen unterhalten sich lächelnd bei einer Veranstaltung des Ökosozialen Forums Steiermark.

Peter Filzmaier (links) sprach in seiner Keynote über "Demokratie, Wirtschaft und Umwelt – Ist Europa überlebensfähig?"

Ökosoziales Forum
Steiermark

ZVR-Zahl: 342148785

Kontakt

Riegelgasse 1
A-8010 Graz

steiermark@oekosozial.at

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