{"id":1774,"date":"2020-05-11T12:24:00","date_gmt":"2020-05-11T10:24:00","guid":{"rendered":"https:\/\/oekosozial.at\/wien\/?p=1774"},"modified":"2024-02-28T11:53:18","modified_gmt":"2024-02-28T10:53:18","slug":"wiener-lebensmittelaktionsplan-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/oekosozial.at\/wien\/wiener-lebensmittelaktionsplan-2\/","title":{"rendered":"Interview: Wiener Lebensmittelaktionsplan &#8222;Wien isst G.U.T.&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p> Der nachhaltige Umgang mit Lebensmitteln ist f\u00fcr Wien ein zentrales und wichtiges Thema im Kontext nachhaltiger Entwicklung. Denn was wir essen hat unmittelbaren Einfluss auf Umwelt, Tierwohl wie auch Gesundheit und Wohlergehen der Menschen. Die Stadt Wien arbeitet daher \u2013 gemeinsam mit vielen Partner*innen &#8211; schon seit Jahrzehnten mit zahlreichen Initiativen, Ma\u00dfnahmen und Programmen darauf hin, die Lebensmittelversorgung Wiens immer nachhaltiger, gesundheitsf\u00f6rdernder und tierwohlfreundlicher zu gestalten. <\/p>\n\n\n\n<p>Der <strong>Wiener Landtag<\/strong> setzt mit dem im Januar 2020 beschlossenen <strong>Lebensmittelaktionsplan \u201eWien isst G.U.T\u201c <\/strong>einen neuen Meilenstein auf diesem Weg. G.U.T \u2013 das steht f\u00fcr:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>G &#8211; esund und genussvoll<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>U &#8211; mwelt- und Klimafreundlich<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>T \u2013 ierfair<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">Mit dem Aktionsplan werden bestehende Handlungsfelder weiter verbessert und neue Potentiale und Kooperationsm\u00f6glichkeiten erarbeitet. Dies ist im Sinne einer <strong>nachhaltigen Stadtentwicklung<\/strong> zum Wohle von Menschen und st\u00e4dtischer Umwelt wie auch im Kontext der globalen Herausforderungen wesentlich. Die <strong>UN-Agenda 2030 und ihre Ziele f\u00fcr Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals \u2013 SDGs) <\/strong>sind hier globale Orientierungspunkte f\u00fcr den Weg in eine lebenswerte Welt f\u00fcr alle im Rahmen der Belastbarkeitsgrenzen der Natur. Das Themenfeld Ern\u00e4hrung hat hohe Bedeutung f\u00fcr diese Vision. Lokales Handeln ist ein wesentlicher Baustein zur Bew\u00e4ltigung der gro\u00dfen, globalen Herausforderungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Tierische Produkte haben dabei besonders vielf\u00e4ltige Aspekte und Wirkungen, die im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung wie auch gesundheitlicher und ethischer Fragen zu ber\u00fccksichtigen sind. Daher wurde im Vorjahr der <strong>\u201eWiener Runde Tisch f\u00fcr mehr Tierwohl und Umweltschutz\u201c<\/strong> durch die <em>Stadt Wien | Umweltschutz<\/em> sowie die <em>Tierschutzombudsstelle der Stadt Wien<\/em> initiiert, dessen Ergebnisse in den Lebensmittelaktionsplan einflie\u00dfen werden. Hier wird gemeinsam mit zahlreichen Partner*innen daran gearbeitet, die M\u00f6glichkeiten der Stadt bestm\u00f6glich auszusch\u00f6pfen, um eine <strong>m\u00f6glichst umweltschonende, gesundheitsf\u00f6rdernde und tierfaire Ern\u00e4hrung in und f\u00fcr Wien<\/strong> zu f\u00f6rdern. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir durften <strong>Karin B\u00fcchl-Krammerst\u00e4tter<\/strong><em>, Leiterin der Stadt Wien \u2013 Umweltschutz<\/em> und <em><strong>Eva-Maria Persy<\/strong>, Wiener Tierschutzombudsfrau<\/em> einige Fragen zum Thema Ern\u00e4hrung, zum Lebensmittelaktionsplan wie auch zum Runden Tisch stellen. <\/p>\n\n\n\n<p> <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Interview<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#ffde7c\"><strong>Frau B\u00fcchl-Krammerst\u00e4tter &#8211; warum ist das Thema Lebensmittel so besonders wichtig? Warum braucht Wien den Aktionsplan \u201eWien isst G.U.T.\u201c und was sind die zentralen Inhalte des Plans?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Karin B\u00fcchl-Krammerst\u00e4tter: <\/strong>Wie wir mit unseren Lebensmitteln umgehen hat unmittelbaren Einfluss auf uns und unsere Gesundheit, unsere Umwelt und bei tierischen Produkten auch auf das Tierwohl. Es geht darum, was wir konsumieren, wie und wo Lebensmittel erzeugt werden, wieviel wir wegwerfen, ob wir Fleisch essen oder nicht &#8211; und wenn, wie es den Tieren ging, solange sie lebten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Der <strong>achtsame Umgang mit Lebensmitteln<\/strong> ist f\u00fcr Wien daher schon seit langem ein zentrales Thema. Achtsam bedeutet in diesem Sinne: regional, saisonal, umweltgerecht, tierfair, wie auch die Vermeidung von Lebensmittelabf\u00e4llen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>&#8222;<em>Wie wir mit unseren Lebensmitteln umgehen hat unmittelbaren Einfluss auf uns und unsere Gesundheit, unsere Umwelt und bei tierischen Produkten auch auf das Tierwohl. Der achtsame Umgang mit Lebensmitteln ist f\u00fcr Wien daher schon seit langem ein zentrales Thema.<\/em>&#8220; <\/p>\n<cite>Karin B\u00fcchl-Krammerst\u00e4tter, Leiterin Stadt Wien &#8211; Umweltschutz<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p><em>Wir setzen in <strong>Wien seit Jahren zahlreiche entsprechende Initiativen<\/strong>, beispielsweise bei der \u00f6ffentlichen Beschaffung und Speiseversorgung, bei der Beratung und Auszeichnung von Gastronomiebetrieben und Veranstaltungen sowie bei der Lebensmittelabfallvermeidung. Mit dem <strong>Wiener Lebensmittelaktionspla<\/strong>n werden die bestehenden Initiativen und Programme zusammenfassend dargestellt und fortgef\u00fchrt. Das Kernst\u00fcck des Aktionsplans wird sein, die notwendigen Ma\u00dfnahmen auf allen erforderlichen Handlungsebenen laufend weiterzuentwickeln und konsequent umzusetzen. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#ffde7c\"><strong>Frau Persy, die Abk\u00fcrzung G.U.T. steht f\u00fcr die Schlagworte Gesund\/Genussvoll, Umwelt\/Klima und Tierfair. Was bedeutet Fairness in der Tierhaltung, und wo besteht der Zusammenhang zwischen Tierwohl und Gesundheit &#8211; Umwelt &#8211; Klima?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Eva Persy:<\/strong> Ein Tier fair zu halten hei\u00dft, es seinen Bed\u00fcrfnissen und Anspr\u00fcchen gem\u00e4\u00df zu halten: Ein ganz logischer und eigentlich auch simpler Gedanke, dem wohl die meisten zustimmen w\u00fcrden und der f\u00fcr alle Lebewesen gleicherma\u00dfen gelten sollte. Bei Tausenden von Heimtieren in \u00d6sterreich gelingt das auch: Sie werden umsorgt, besch\u00e4ftigt, gehegt und gepflegt. Die konventionelle \u201eNutztier\u201c-Haltung steht dazu in einem krassen Gegensatz: Die in der 1. Tierhaltungsverordnung geregelten <strong>Vorgaben f\u00fcr die Haltung von landwirtschaftlich genutzten Tieren hebeln systematisch die Zielvorgaben des Tierschutzgesetzes aus<\/strong>. Statt die Tiere zu sch\u00fctzen, statt sie vor Schmerzen, Leiden, Sch\u00e4den oder schwerer Angst zu bewahren und sie entsprechend ihrer physiologischen und ethologischen Bed\u00fcrfnisse zu halten, werden sie ganz legal in Systeme gezw\u00e4ngt, die so sehr gegen ihre Natur sind, dass sie unter diesen Bedingungen nur durch z.B. chirurgische \u201eAnpassungen\u201c (Enthornung, Kupieren der Schw\u00e4nze etc.) (\u00fcber-) leben k\u00f6nnen. Die <strong>h\u00f6heren Standards in der Tierhaltung, die wir fordern<\/strong>, sollen dazu f\u00fchren, dass weniger Tiere gehalten werden, diese daf\u00fcr aber besser. Warum weniger Tiere? Weil zum Beispiel das Platzangebot pro Tier steigt, langsamer wachsende Rassen bevorzugt werden, so dass die Mast l\u00e4nger dauert usw.<\/em> <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p> &#8222;<em>Die h\u00f6heren Standards in der Tierhaltung, die wir fordern, sollen dazu f\u00fchren, dass weniger Tiere gehalten werden, diese daf\u00fcr aber besser.<\/em>&#8220; <\/p>\n<cite>Eva-Maria Persy, Wiener Tierschutzombudsfrau<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p><em>Es ist weiters bekannt, dass die industrielle Tierhaltung einen gro\u00dfen Anteil an dem durch Menschen verursachten Klimawandel sowie an den gr\u00f6\u00dften Umweltproblemen hat. Wenn weniger, daf\u00fcr aber bessere tierische Lebensmittel produziert und verzehrt werden, dann hat das auch einen positiven Einfluss auf unser Klima und unsere Umwelt \u2013 und nat\u00fcrlich auf die Gesundheit der Menschen. Denn die \u00d6sterreicherinnen und \u00d6sterreicher liegen mit durchschnittlich rund f\u00fcnf Portionen Fleisch pro Woche weit \u00fcber den empfohlenen maximal zwei bis drei Portionen, die die \u00d6sterreichische Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung empfiehlt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#ffde7c\"><strong>Durch den Aktionsplan sollen die in st\u00e4dtischen Einrichtungen servierten Speisen noch hochwertiger, ges\u00fcnder, nachhaltiger und tierwohlf\u00f6rdernder werden. Wie kann die Gemeinschaftsverpflegung dazu beitragen, dies in der Praxis umsetzen? Werden auch ProduzentInnen in den Aktionsplan einbezogen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Karin B\u00fcchl-Krammerst\u00e4tter: <\/strong>Die Stadt Wien stellt t\u00e4glich ca. 100.000 Mahlzeiten in ihren Einrichtungen, also in Kranken- und Pensionistlnnenwohnh\u00e4usern, Schulen und Kinderg\u00e4rten, bereit. Sie ist mit ihrem \u00f6kologischen Beschaffungsprogramm <strong>\u201e\u00d6koKauf Wien\u201c<\/strong> schon lange Vorreiterin und wurde daf\u00fcr bereits mehrfach international ausgezeichnet. Die \u00d6koKauf-Arbeitsgruppe Lebensmittel ist hier besonders zu erw\u00e4hnen. In ihr sind die Beschafferlnnen im Lebensmittelbereich der Stadt Wien vertreten. Unter wissenschaftlicher Leitung und unter Einbindung anderer Expertlnnen aus Produktion und Praxis entwickelt diese Gruppe Kriterien f\u00fcr die Gemeinschaftsverpflegung, die dem <strong>G.U.T.-Gedanken<\/strong> entspricht, laufend weiter. Die Frage, ob auch die Produzentlnnen weiterhin in den Aktionsplan eingebunden werden, ist also mit einem klaren \u201eJa\u201c zu beantworten. Derart richtungsweisende Entwicklungen, wie sie der Stadt Wien ein zentrales Anliegen sind, sind nur m\u00f6glich, wenn in die entsprechenden Prozesse alle relevanten Akteurlnnen entlang der Gesamtwertsch\u00f6pfungskette eingebunden sind.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#ffde7c\"><strong>Gibt es auch andere St\u00e4dte, die vergleichbare Prozesse gestartet haben?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Eva Persy: <\/strong>Ja, die gibt es. Beispiele sind Kopenhagen oder Berlin. Ziel des Berliner Ern\u00e4hrungsplans ist, dass sich die Berliner ges\u00fcnder und bewusster ern\u00e4hren und dass die Anteile von Bio-Lebensmitteln zumindest in den von der Stadt verwalteten Kantinen steigen. Zudem will man dort st\u00e4rker darauf achten, dass weniger Lebensmittel verschwendet werden. Des Weiteren setzt man Akzente im Bereich des Urban Gardening und bei sogenannten \u201eLebensmittelpunkten\u201c. Das sind Gr\u00e4tzel-Standorte, an denen bald gemeinsam gekocht und gegessen werden soll. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#ffde7c\"><strong>Welche Ma\u00dfnahmen sind in Wien bereits entwickelt und umgesetzt worden, um die Verpflegung der Stadt mit nachhaltigen Lebensmitteln voranzutreiben? Welche Meilensteine sollen zuk\u00fcnftig noch erreicht werden?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Karin B\u00fcchl-Krammerst\u00e4tter:<\/strong> Wie oben bereits erw\u00e4hnt ist unser <strong>Beschaffungsprogramm \u00d6koKauf <\/strong>eine zentrale Basis f\u00fcr die Gemeinschaftsverpflegung in Wien. \u00d6koKauf besteht bereits seit mehr als 20 Jahren. Ein besonderer Erfolgsfaktor ist, dass Expertlnnen unterschiedlicher Dienststellen und Organisationen hier auf Augenh\u00f6he gemeinsam Kriterien entwickeln, die dann von den beschaffenden Abteilungen verpflichtend zu ber\u00fccksichtigen sind.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Zu den zentralen Meilensteinen in der \u00d6koKauf-Arbeitsgruppe Lebensmittel z\u00e4hlt eine allgemeine <strong>Bioquote von 30%<\/strong>, bezogen auf den Einkaufswert der Lebensmittel. Diese Bioquote gibt es bereits seit ca. 15 Jahren. In Schulen und Kinderg\u00e4rten liegt sie schon heute bei 50%. Im Rahmen unseres Lebensmittelaktionsplanes wird sie nun kontinuierlich angehoben.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Zu einzelnen Produktgruppen haben wir verbindliche <strong>Kriterienkataloge <\/strong>entwickelt. Absoluter Vorreiter mit gro\u00dfer Vorbildwirkung ist dabei unser <strong>Kriterienkatalog Ei<\/strong>: durch diesen verpflichtet sich die Stadt, in der gesamten \u00f6ffentlichen Speisenversorgung, ausschlie\u00dflich auf Bio- und Freilandeier zu setzen &#8211; nach dem Motto <strong>\u201eNull oder Eins &#8211; sonst keins\u201c<\/strong>. Das gilt nicht nur f\u00fcr Schaleneier, sondern auch f\u00fcr \u201eversteckte Eier\u201c \u2013 also Fl\u00fcssig-Ei und sogar verarbeitete Eier, etwa in Backwaren. Lediglich bei einem verarbeiteten Eigehalt unter 15% sind dzt. noch Bodenhaltungseier zul\u00e4ssig &#8211; allerdings nur von Tieren, bei denen der Schnabel nicht gek\u00fcrzt wurde und die GVO-freies Futter erhielten!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Zu Milchprodukten und Fleisch erarbeiten wir gerade Kriterienkataloge, in die auch m\u00f6glichst viele Ergebnisse aus unserem oben erw\u00e4hnten <strong>\u201eRunden Tisch zu mehr Tierwohl und Umweltschutz\u201c <\/strong>einflie\u00dfen sollen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Besonders erw\u00e4hnenswert ist f\u00fcr mich auch unser <strong>Kriterienkatalog Fisch<\/strong>. Diesen hatten wir bereits vor einigen Jahren nach, wie wir meinten, strengen Kriterien erstellt. Die Labeldiskussionen betreffend nachhaltigen Fisch des letzten Jahres hatten uns aber veranlasst, im Rahmen von \u00d6koKauf eine Enquete mit den renommiertesten internationalen Fisch-Expertlnnen aus \u00d6kologie, Nachhaltigkeit und Tierethik zu veranstalten. Die Erkenntnisse daraus waren so ersch\u00fctternd, dass wir beschlossen haben, unsere Kriterien zu \u00fcberarbeiten und diese gemeinsam mit unseren Beschafferlnnen schrittweise anzupassen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Um den Beschafferlnnen und auch den B\u00fcrgerlnnen die \u00dcberlegungen und Gr\u00fcnde unseres Einsatzes n\u00e4herzubringen, haben wir dazu unser <strong>\u201ePositionspapier Lebensmittel\u201c<\/strong> erstellt, das auf insgesamt 9 Punkten f\u00fcr einen achtsamen Umgang mit Lebensmittel aufbaut. Dazu geh\u00f6ren neben bio &#8211; regional &#8211; saisonal die Beachtung von Tierschutzstandards, der Verzicht auf GVO und Palm\u00f6l sowie das Ersetzen tierischer Produkte durch pflanzliche Alternativen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#ffde7c\"><strong>Was sind die Ansatzpunkte, um &#8211; von diesem bereits hohen Niveau ausgehend &#8211; die Ziele des G.U.T-Gedankens aktiv voranzubringen? <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Eva Persy: <\/strong>Es ist ein wahnsinnig starker Hebel, wenn in den <strong>st\u00e4dtischen Einrichtungen<\/strong> mit all diesen Ma\u00dfnahmen die Umstellung auf nachhaltige Lebensmittel, welche die G.U.T-Kriterien erf\u00fcllen, erfolgt. Wir als Tierschutzombudsstelle Wien sehen dar\u00fcber hinaus unsere Aufgabe darin, <strong>Bewusstsein<\/strong> zu schaffen und Hilfestellung f\u00fcr die Bereiche zu bieten, in denen die Wienerinnen und Wiener vor der ganzen Bandbreite an tierischen Produkten stehen und nicht wissen, was dahinter steckt, wie im Lebensmittel-Einzelhandel oder in der Gastronomie. Da setzen wir vor allem auf <strong>Transparenz f\u00fcr die KonsumentInnen<\/strong>. So haben wir bereits Einkaufsf\u00fchrer zu den Themen Schweinefleisch und Milchprodukte ver\u00f6ffentlicht, weitere sind in Planung. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Zus\u00e4tzlich setzen wir uns auf politischer Ebene daf\u00fcr ein, dass tierische Produkte und Bestandteile sowohl in der Gastronomie als auch im Handel endlich nach Herkunft und Haltung gekennzeichnet werden. Wenn solch eine gesetzliche Kennzeichnungsverpflichtung kommt, dann w\u00e4re das ein Meilenstein, der sicherlich viel f\u00fcr die Tiere tun w\u00fcrde.<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#ffde7c\"><strong>Herzlichen Dank f\u00fcr das Interview!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Links und weiterf\u00fchrende Infos:<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p><strong>Wiener Lebensmittelaktionsplan: <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.tieranwalt.at\/de\/Wien-isst-GUT.htm\">https:\/\/www.tieranwalt.at\/de\/Wien-isst-GUT.htm<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pressetext &#8211; OekoBusiness Wien: Mehr Bio und Tierwohl f\u00fcr Gro\u00dfk\u00fcchen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.ots.at\/presseaussendung\/OTS_20190918_OTS0080\/oekobusiness-wien-mehr-bio-und-tierwohl-fuer-grosskuechen\">https:\/\/www.ots.at\/presseaussendung\/OTS_20190918_OTS0080\/oekobusiness-wien-mehr-bio-und-tierwohl-fuer-grosskuechen<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Initiative Gutes Gewissen &#8211; Guter Geschmack:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.wien.gv.at\/umweltschutz\/gutes-gewissen.html\">https:\/\/www.wien.gv.at\/umweltschutz\/gutes-gewissen.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00d6kokauf: <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.wien.gv.at\/umweltschutz\/oekokauf\/\">https:\/\/www.wien.gv.at\/umweltschutz\/oekokauf\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.wien.gv.at\/umweltschutz\/oekokauf\/lebensmittel-beschaffung.html\">https:\/\/www.wien.gv.at\/umweltschutz\/oekokauf\/lebensmittel-beschaffung.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00d6KOKAUF-Positionspapier Lebensmittel:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.wien.gv.at\/umweltschutz\/oekokauf\/pdf\/lebensmittel-positionspapier-lang.pdf\">https:\/\/www.wien.gv.at\/umweltschutz\/oekokauf\/pdf\/lebensmittel-positionspapier-lang.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Einkaufsf\u00fchrer der Wiener Tierschutzombudsstelle zum Schweinefleischkauf:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.tieranwalt.at\/fxdata\/tieranwalt\/prod\/media\/Schweinefleischf%C3%BChrer.pdf\">https:\/\/www.tieranwalt.at\/fxdata\/tieranwalt\/prod\/media\/Schweinefleischf%C3%BChrer.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Studien der Wiener Umweltschutzabteilung zu Tierschutz, Umweltschutz und Ern\u00e4hrung: <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.wien.gv.at\/kontakte\/ma22\/studien\/nachhaltigkeit.html\">https:\/\/www.wien.gv.at\/kontakte\/ma22\/studien\/nachhaltigkeit.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong> Gutes Gewissen &#8211; Guter Geschmack:  Videodokumentation zum Pressehintergrundgespr\u00e4ch 2018<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<div class=\"x-resp-embed x-is-video x-is-youtube\"><iframe loading=\"lazy\" title=\"Gutes Gewissen - Guter Geschmack: Hintergrundgespr\u00e4ch 2018\" width=\"758\" height=\"426\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/Z43COF9B46Q?start=220&#038;feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Gutes Gewissen &#8211; Guter Geschmack: Videodokumentation zur Fachtagung 2018<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<div class=\"x-resp-embed x-is-video x-is-youtube\"><iframe loading=\"lazy\" title=\"Gutes Gewissen - Guter Geschmack: Fachtagung 2018\" width=\"758\" height=\"426\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/C8rn-FZ9zpw?start=3&#038;feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>HASHTAGS:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>#WienisstGUT #GutesGewissenGuterGeschmack #WienerLebensmittelaktionsplan<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der nachhaltige Umgang mit Lebensmitteln ist f\u00fcr Wien ein zentrales und wichtiges Thema im Kontext nachhaltiger Entwicklung. 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