{"id":5280,"date":"2025-05-21T07:54:43","date_gmt":"2025-05-21T05:54:43","guid":{"rendered":"https:\/\/oekosozial.at\/wien\/?page_id=5280"},"modified":"2026-04-10T15:22:54","modified_gmt":"2026-04-10T13:22:54","slug":"station-5-oekosysteme","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/oekosozial.at\/wien\/gesichter-der-vielfalt-guide\/station-5-oekosysteme\/","title":{"rendered":"Station 5: \u00d6kosysteme &#8211; Das komplexe Zusammenspiel in der Natur\u00a0"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-outline is-style-outline--1\"><a class=\"wp-block-button__link has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.beratinger.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Station-5-_neu.wav\">TONSPUR ANH\u00d6REN<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Das Leben spielt sich &#8211;  wie der Name schon sagt &#8211; in \u201eLebensr\u00e4umen\u201c ab. Vom kleinen Biotop bis zum gro\u00dfen, vielf\u00e4ltigen Gr\u00fcnraum: eine Vielfalt an Strukturen, Nischen und Nahrungsquellen sind f\u00fcr die Vielfalt der Arten besonders f\u00f6rderlich. Diese Lebensr\u00e4ume werden dann nicht nur von einigen wenigen, sondern idealerweise von vielen verschiedenen Arten bewohnt. Sie bilden miteinander das vielf\u00e4ltige Zusammenspiel der Organismen mit dem Biotop \u2013 das \u00d6kosystem. Die gesamte Natur und ein jedes \u00d6kosystem sind gro\u00dfe Kreisl\u00e4ufe, ein st\u00e4ndiges Werden und Vergehen. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Wort \u201eZusammenspiel\u201c bedeutet dabei nicht, dass alle Bewohner:innen eines Biotops zusammenhelfen. Manche tun das \u2013 dann spricht man von Symbiosen, von denen es zahllose gibt. Andere Lebewesen sind sich gegenseitig relativ egal und nehmen nicht viel Kenntnis voneinander. Und alle sind eingebunden in das gro\u00dfe Netz der Nahrungsbeziehungen, das gro\u00dfe Fressen und Gefressen-Werden. Dabei kann sich das Blatt auch wenden, wie das Beispiel von Frosch und Libelle im Folgenden zeigt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Zum Fressen gern!<\/h5>\n\n\n\n<p>Jedes f\u00fcr sich sch\u00f6n und einzigartig, Die hier ausgestellten Tiere verspeisen sich gegenseitig. So ist die Natur. So funktionieren \u00d6kosysteme. Was in der Fachsprache als &#8222;Energie- und N\u00e4hrstoffkreisl\u00e4ufe eines \u00d6kosystems&#8220; bezeichnet wird, k\u00f6nnen wir als ein gro\u00dfes Fressen-und-Gefressen bezeichnen. <\/p>\n\n\n\n<p>Im Fr\u00fchling erwachen die Fr\u00f6sche aus ihrer Winterstarre und machen sich auf, um ihre Eier, den sogenannten Froschlaich, im Wasser abzulegen. Dieser Laich ist auch Nahrung f\u00fcr viele Wasserlebewesen. Dazu geh\u00f6ren auch die Larven der Libellen, die r\u00e4uberisch im Wasser leben und sich von einer Vielzahl an kleinen Organismen ern\u00e4hren &#8211; darunter auch Froschlaich und junge Kaulquappen. Auf diese Weise regulieren Libellenlarven die Population der sp\u00e4teren Fr\u00f6sche. Gleichzeitig k\u00f6nnen aber auch die Larven selbst zur Beute werden \u2013 beispielsweise von Fischen oder auch von V\u00f6geln. Dass sich ein ausgewachsener Frosch hingegen eine Libellenlarve einverleibt, ist unwahrscheinlich \u2013 denn Fr\u00f6sche fressen nicht unter Wasser. Bewegt sich die Larve aber in seichtem Wasser, ist auch das nicht ausgeschlossen&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Libellen in ihrer ausgewachsenen Form (adultes Stadium) sind geschickte J\u00e4ger, die andere Insekten wie M\u00fccken und Fliegen fangen. Aber sie leben trotz ihrer Flugfertigkeiten gef\u00e4hrlich, denn sie stehen auf dem Speiseplan zahlreicher Tiere &#8211; von V\u00f6geln, S\u00e4ugetieren und Fischen, aber auch von Amphibien wie eben der Fr\u00f6sche. Die Fr\u00f6sche selbst sind opportunistische J\u00e4ger und haben eine breite Palette an Beutetieren, von der sie sich ern\u00e4hren &#8211; darunter auch Libellen. Da beide in der N\u00e4he von Gew\u00e4ssern vorkommen, begegnen sie sich h\u00e4ufig. Kommt die Libelle also in die Reichweite der langen, klebrigen Zunge eines Frosches, wird sie schnell zur Beute. Spr\u00fcnge mit seinen kr\u00e4ftigen Hinterbeinen helfen dem Frosch dabei, sie auch aus dem Flug heraus zu fangen. Doch ob Larve, Libelle oder ausgewachsener Frosch \u2013 sie haben auch etwas gemeinsam, denn sie stehen allesamt auf dem Speiseplan der V\u00f6gel.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Beispiel mit nur wenigen Arten zeigt \u2013 in der Natur geht es ganz sch\u00f6n rund. Das gefl\u00fcgelte Wort vom \u201cFressen oder gefressen werden\u201d bildet das Fundament der nat\u00fcrlichen Gleichgewichte. Kommt eine Art vermehrt vor, ohne dass sie durch Fressfeinde reguliert wird, kann so das ganze \u00d6kosystem in Schieflage kommen.&nbsp;All dies macht den Kreislauf der Natur erst aus. Diese Fressbeziehungen zeigen uns, wie sich das Leben in einem st\u00e4ndigen Kreislauf entfaltet. Jeder in diesem Netzwerk, sei es als Beute oder als R\u00e4uber, tr\u00e4gt dazu bei, das Gleichgewicht der Natur in einem \u00d6kosystem zu wahren. Durch die vielf\u00e4ltigen Wechselwirkungen entsteht ein dynamisches System, in dem das \u00dcberleben einer Art oftmals die Grundlage f\u00fcr das Leben einer anderen ist. Diese komplexen Verflechtungen verdeutlichen, wie alle Lebewesen \u2013 vom winzigen Froschlaich bis zum fliegenden Vogel \u2013 untrennbar miteinander verbunden sind.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#ededed\">Haben Sie schon mal hinter sich geschaut? Sie werden n\u00e4mlich beobachtet. <strong>Edward Ehab<\/strong> hat hier eine Libelle portraitiert. Sie sitzt auf einem Grashalm. Sehen Sie, nach wem Sie schielt? Richtig &#8211; sie hat eine M\u00fccke ins Auge gefasst. Von denen verspeist sie t\u00e4glich eine gr\u00f6\u00dfere Anzahl. Hoffentlich wartet sie aber nicht zu lange. Denn auch sie selbst ist schon ins Visier eines anderen J\u00e4gers geraten&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color has-link-color wp-elements-34d176d9ec6cba653fa06916b4272f7e\">Text: Ren\u00e9 Hartinger; Fachlicher Input: Kai Kolodziej; Tonspur: Barbara Mithlinger<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-outline is-style-outline--2\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/oekosozial.at\/wien\/gesichter-der-vielfalt-guide\/station-6-teil-der-natur\/\">Weiter zu Station 6<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/oekosozial.at\/wien\/gesichter-der-vielfalt-guide\/\">Zur\u00fcck zur \u00dcbersicht<\/a><\/h5>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Leben spielt sich &#8211; wie der Name schon sagt &#8211; in \u201eLebensr\u00e4umen\u201c ab. 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