Vortrag zur Lebensmittelverschwendung auf der Ab Hof Messe in Wieselburg

Klima/Umwelt/Ressourcen

Die Expertin für Ernährungssysteme Flavia Forrer war auf der Ab Hof Messe der Messe Wieselburg mit einem Vortrag zum Thema Lebensmittelverschwendung vertreten. In ihrem Beitrag zeigte sie auf, wie groß das Ausmaß von Lebensmittelabfällen in Österreich ist, welche ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen damit verbunden sind und welche Handlungsmöglichkeiten sich im Alltag ergeben.


Lebensmittelverluste entstehen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der landwirtschaftlichen Produktion über Verarbeitung und Handel bis hin zum Konsum. In Österreich werden jährlich rund 1,2 Millionen Tonnen noch genussfähige Lebensmittel weggeworfen, die ursprünglich für den menschlichen Verzehr bestimmt waren. Der größte Anteil entfällt dabei auf private Haushalte, in denen rund 54 Prozent der Lebensmittelabfälle entstehen. Durchschnittlich wirft jede Person in Österreich etwa 1,3 Kilogramm Lebensmittel pro Woche weg – das entspricht rund 69 Kilogramm pro Jahr.


Neben wirtschaftlichen Verlusten hat Lebensmittelverschwendung auch erhebliche Auswirkungen auf Umwelt und Klima. In jedem Lebensmittel stecken wertvolle Ressourcen wie Wasser, Energie, landwirtschaftliche Flächen und Arbeitskraft. Werden Lebensmittel nicht konsumiert, gehen auch diese Ressourcen verloren. Weltweit tragen Lebensmittelverluste und -abfälle laut Schätzungen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) 8 bis 10 Prozent zu den globalen Treibhausgasemissionen bei.


Im Vortrag wurde zudem aufgezeigt, welche konkreten Maßnahmen im Alltag dazu beitragen können, Lebensmittelabfälle zu reduzieren – etwa bewusstes Einkaufen, die richtige Lagerung von Lebensmitteln, das kreative Verwerten von Resten oder ein besseres Verständnis des Mindesthaltbarkeitsdatums.

Eine Frau im Blazer steht mit einem Mikrofon vor einem Bildschirm, auf dem ein Logo mit der Aufschrift „Isst das jemand? Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung!“ zu sehen ist.
Quelle: Die Tafel Österreich

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