Wien

Städtische Hitzeinseln („Urban Heat Islands“) werden zunehmen – diesbezüglich sind sich viele ExpertInnen einig. Daher ist es gerade in einer wachsenden Stadt wie Wien besonders wichtig, Maßnahmen zu deren Reduktion zu setzen. Unter Leitung der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22 hat die Stadt Wien den „Urban Heat Island – Strategieplan“ entwickelt und setzt bereits seit Jahren auf Fassadenbegrünung, um der sommerlichen Überhitzung sowie einer möglichen Steigerung von Lärm- und Schadstoffbelastungen entgegenzuwirken. Zum einen gilt Wien bei der Unterstützung und Förderung für private Begrünungsprojekte als Vorreiterin. Interessierte erhalten kostenlose Beratung, um nützliche Vorabinformationen – auch über eventuell erforderliche Bewilligungen – einholen zu können. Kosten für die Begrünung werden bis zu einer Höhe von maximal 2.200 Euro gefördert. Auch die Förderung von Dach- und Innenhofbegrünung ist ein wichtiger Bestandteil des Strategieplans. Zum anderen ist die Stadt bei der Begrünung verwaltungseigener Gebäude federführend. Mit einer Fassadenfläche von rund 990 Quadratmeter kühlt die MA 31 – Wiener Wasser etwa bereits seit 2016 ihr Bürogebäude durch einen vertikalen Garten. Gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur, dem Architekturbüro RATAPLAN und weiteren ExpertInnen im Bereich Statik, Bewässerungstechnik und Bauphysik wurde das Projekt innerhalb von zwei Jahren durchdacht und fertiggestellt. Nicht nur die MitarbeiterInnen profitieren seither vom Wachstum der unterschiedlichsten Rank- und saisonalen Blühpflanzen. Eindrucksvoll prägt der „vertikale Garten“ den umliegenden Straßenraum – ein nicht unwesentlicher Faktor, wird dieser nun als deutlich aufgewertet wahrgenommen.

Nähere Informationen unter www.wien.gv.at/umweltschutz



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Ein Leitfaden für die grüne Infrastruktur im ländlichen und städtischen Raum