Begriff

Fossile- und nicht-nachwachsende Ressourcen werden durch nachwachsende Rohstoffe schrittweise ersetzt und Abfälle finden im Wertschöpfungskreislauf wieder Verwendung, um neue Produkte, Dienstleistungen und Energie bereitzustellen.

Bioökonomie deckt ein breites Spektrum an Bereichen ab, von der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft über erneuerbare Energie und Bioraffinerien bis hin zu Biochemie und Bioplastik. Die europäische Bioökonomie beschäftigt derzeit über 18 Millionen Personen, reduziert die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen und fördert Innovation und wirtschaftliche Entwicklung.

Ziele

  • Ernährungssicherung
  • Nutzung des heimischen Rohstoffpotentials
  • Verringerung der hohen Importabhängigkeit fossiler Ressourcen
  • Reduktion der Treibhausgasemissionen
  • Neue Arbeitsplätze mit langfristiger Perspektive
  • Nachhaltige Rohstoffbasis für die Re-Industrialisierung Europas
  • Kaskadische und integrative Rohstoffnutzung
  • Erhaltung großer Teile des Wertschöpfungskreislaufs in Österreich
  • Export von Bio-Spitzentechnologie und Bio-Dienstleistungen

Innovation

Ob Einkaufssackerln aus Bioplastik, T-Shirts aus Holzfasern, Medikamente aus Biowirkstoffen oder Bio-Treibstoffe aus Schadholz – all jene Produkte stammen aus dem Innovationsbaukasten der Bioökonomie. Nur durch den Einsatz innovativer Verfahrenslösungen, die hocheffiziente Nutzung und Produktion von nachwachsenden Rohstoffen, gesellschaftliche Akzeptanz wird es möglich sein, die Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen. Vom Rohstoff bis zum Hightech-Produkt betrifft Bioökonomie die gesamte Wertschöpfung und macht die übergreifende Integration und Vernetzung der Sektoren notwendig. Bioökonomie führt heute noch weitgehend getrennt agierende Wissenschafts- und Wirtschaftsfelder zusammen. Bioökonomie stärkt die Wirtschaft, erhöht die regionale Wertschöpfung, schafft Arbeitsplätze und unterstützt die schrittweise Transformation unseres Wirtschaftssystems von fossiler Wirtschaftsweise in Richtung nachhaltige Entwicklung.

Mit der Realisierung der Bioökonomie, als Übersetzung der ökosozialen Marktwirtschaft in Österreich, der Förderung notwendiger Grundlagenforschung sowie der Weiterentwicklung unserer Kernkompetenzen entscheiden wir uns heute dafür, eine Vorreiterrolle einzunehmen und Bio-Innovationsleader zu sein.

Kreislaufwirtschaft

Bioökonomie ist integraler Bestandteil einer zukünftigen Kreislaufwirtschaft, die darauf ausgerichtet ist, Güter nach ihrem Gebrauch wieder dem Wertschöpfungskreislauf zuzuführen und so zur Basis für die Produktion neuer Gebrauchsgegenstände werden. Bestandteile von Gütern biogenen Ursprungs, deren stoffliche Nutzung nicht mehr möglich ist, können problemlos zur Energieerzeugung herangezogen werden, ohne zusätzliches CO2 zu emittieren. Grundsätzlich stehen die Abfallvermeidung, die Steigerung der Recycling-Fähigkeit von Gütern sowie die Gewährleistung der biologischen Abbaubarkeit von Verbrauchsgütern im Vordergrund.

Bioökonomie liefert dabei die notwendigen Innovationen und die wirtschaftliche Solidität, um die Kreislaufwirtschaft zu realisieren, indem biobasierte Materialien in den Kreislauf eingebracht und die vollständige sowie hochwertige Verwertung von Rohstoffen gewährleistet wird.

Ein Lehrkoffer zum Ausborgen

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Weiterführende Informationen

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Österreichische Bioökonomiestrategie

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