{"id":89,"date":"2014-01-15T13:52:53","date_gmt":"2014-01-15T12:52:53","guid":{"rendered":"https:\/\/oekosozial.at\/steiermark\/?p=89"},"modified":"2017-11-29T12:41:55","modified_gmt":"2017-11-29T11:41:55","slug":"mitteleuropaeischen-biomassekonferenz-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/oekosozial.at\/steiermark\/mitteleuropaeischen-biomassekonferenz-2014\/","title":{"rendered":"Mitteleurop\u00e4ischen Biomassekonferenz 2014"},"content":{"rendered":"<h4 class=\"page-subtitle\">Stephan Pernkopf und Siegfried Nagl fordern Aus f\u00fcr \u00d6lkesself\u00f6rderung<\/h4>\n<div id=\"c85286\" class=\"csc-default\">\n<p><strong>Das \u00d6kosoziale Forum machte anl\u00e4sslich der Mitteleurop\u00e4ischen Biomassekonferenz 2014 darauf aufmerksam, dass die F\u00f6rderung von \u00d6lkesselheizungen durch die Mineral\u00f6lwirtschaft ist ein v\u00f6llig falsches Signal ist und nicht einer \u00f6kosozialen Marktwirtschaft entspricht. Der Pr\u00e4sident des \u00d6kosozialen Forums \u00d6sterreich, Stephan Pernkopf, und der Pr\u00e4sident des \u00d6kosozialen Forums Steiermark, B\u00fcrgermeister Siegfried Nagl, nahmen dazu Stellung und forderten gemeinsam eine rasche \u00c4nderung der bestehenden F\u00f6rderungspolitik.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"c85285\" class=\"csc-default\">\n<p class=\"bodytext\">(Graz, J\u00e4nner 2014) &#8222;Die F\u00f6rderung von \u00d6lkesselheizungen durch die Mineral\u00f6lwirtschaft ist ein v\u00f6llig falsches Signal und entspricht sicher nicht einer \u00f6kosozialen Marktwirtschaft. Damit werden die Menschen in eine Kostenfalle getrieben. Familien, die diesen Winter mit Heiz\u00f6l-Brennwertkessel heizen, m\u00fcssen mit rund 2.500 Euro Heizkosten rechnen, w\u00e4hrend man f\u00fcr Pellets nur rund 1.500 Euro aufwenden muss. In einem Jahrzehnt kommt es also zu einer Mehrbelastung von 10.000 Euro. Damit ist die Abschaffung dieser F\u00f6rderung auch eine Frage des Konsumentenschutzes&#8220;, stellt der Pr\u00e4sident des \u00d6kosozialen Forums \u00d6sterreich, Stephan Pernkopf, anl\u00e4sslich der 4. Mitteleurop\u00e4ischen Biomassekonferenz in Graz klar.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Der Pr\u00e4sident des \u00d6kosozialen Forums Steiermark, B\u00fcrgermeister Siegfried Nagl, unterst\u00fctzt diese Forderung mit klaren Worten: &#8222;Die Erd\u00f6lindustrie ist der Klimakiller schlechthin.&#8220; Nach wie vor heizen 740.000 \u00f6sterreichische Haushalte mit \u00d6l. Der Einbau von neuen \u00d6lkesseln wird von der \u00f6sterreichischen Mineral\u00f6lwirtschaft mit 3.000 Euro gef\u00f6rdert. F\u00f6rdergeld, das durch den steigenden \u00d6lpreis rasch wieder aufgefressen wird. Fakt ist n\u00e4mlich, dass sich der \u00d6lpreis in den letzten 20 Jahren mehr als verf\u00fcnffacht hat, w\u00e4hrend die Preise f\u00fcr Biomasse relativ stabil blieben.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Langfristig treibt die F\u00f6rderung damit nicht nur die einzelnen Haushalte in die Abh\u00e4ngigkeit und in eine Kostenfalle. Auch der Devisenabfluss \u00d6sterreichs nimmt immer gr\u00f6\u00dfere Ausma\u00dfe an: 93 Prozent des ben\u00f6tigten Erd\u00f6ls m\u00fcssen importiert werden, insgesamt flossen f\u00fcr Kohle, \u00d6l und Gas im Vorjahr 13 Milliarden Euro in L\u00e4nder wie Russland und den Arabischen Raum. Zum Vergleich: 2003 kostete der Energieimport \u00d6sterreich noch rund vier Milliarden Euro.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">&#8222;F\u00fcr die F\u00f6rderung von \u00d6kostrom wurden in den letzten 10 Jahren 2,6 Milliarden Euro aufgewandt. Geld, das zum Gro\u00dfteil im \u00f6sterreichischen Wirtschaftskreislauf bleibt. F\u00fcr \u00d6l, Kohle und Gas flossen im gleichen Zeitraum hingegen gesamt rund 100 Milliarden Euro aus \u00d6sterreich ab&#8220;, weist Pernkopf auf die enormen volkswirtschaftliche Dimension hin. &#8222;Ich will daher einen \u00f6sterreichweiten Ausstiegsplan f\u00fcr \u00d6lheizungen im Neubau, F\u00f6rderungen f\u00fcr \u00d6lkessel m\u00fcssen abgestellt werden&#8220;, fordert der Pr\u00e4sident des \u00d6kosozialen Forums \u00d6sterreich.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Klare Kritik \u00fcben die beiden auch an den im J\u00e4nner bekannt gewordenen Atom-Ausbaupl\u00e4nen im ungarischen Paks: &#8222;Wir brauchen eine ehrliche Debatte \u00fcber die wirtschaftliche Notwendigkeit und die Chancen der Energiewende. Wir sagen ein deutliches Nein zu Atomkraft und bekennen uns klar zum Ausbau aller Formen der Erneuerbaren Energie. Das hilft der Umwelt und der Wirtschaft&#8220;, so Pernkopf und Nagl abschlie\u00dfend.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stephan Pernkopf und Siegfried Nagl fordern Aus f\u00fcr \u00d6lkesself\u00f6rderung Das \u00d6kosoziale Forum machte anl\u00e4sslich der Mitteleurop\u00e4ischen Biomassekonferenz 2014 darauf aufmerksam, dass die F\u00f6rderung von \u00d6lkesselheizungen durch die Mineral\u00f6lwirtschaft ist ein v\u00f6llig falsches Signal ist und nicht einer \u00f6kosozialen Marktwirtschaft entspricht. 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