Steiermark, Weiz

Aufgrund der Gemeindezusammenlegung Weiz und Krottendorf wurde 2017 das Rathaus wegen Platzmangels erweitert. Und auch Raum für rund 3.200 Pflanzen geschaffen, die als Gebäudebegrünung für ein angenehmes Arbeitsklima sorgen. Durch die isolierende Wirkung sollen so die Räume energiesparender gekühlt oder geheizt werden können. Dabei wurden verschiedenste Formen der Begrünung gewählt, um die Vielfalt mit all ihren unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten aufzuzeigen. So installierte man einerseits eine Dachbegrünung in Form von Hängepflanzen. Andererseits wurden eine Fassadenbegrünung mit Metallkonstruktionen für Kletterpflanzen und eine fassadengebundene Begrünung angelegt. Letztere wird durch Tröpfchenbewässerung mit Wasser versorgt. Besonderes Augenmerk bei der Auswahl der Pflanzen wurde dabei auf dauergrüne Rankpflanzen gelegt, damit die Begrünung auch im Winter ihr volles Potenzial entfaltet. Und im Sommer wie im Winter Isolierung, Schadstoff- und Staubbindung für ihre Umgebung erledigen kann. Um Wasserschäden an der darunterliegenden Fassade vorzubeugen, wurde der gesamte Bau in Massivbeton angelegt. Die neue Fassade des Rathauses ist nicht nur schön anzusehen, sie ist auch ökologisch sinnvoll und dient der Gemeinde als Leuchtturmprojekt, um die Bürgerinnen und Bürger zum Nachbauen anzuregen. Vor allem aber soll sie als „natürliche“ Klimaanlage die Folgen der zunehmenden baulichen Verdichtung und des Klimawandels vermindern. Sie ist damit auch Teil des „Nachhaltigen Klimawandel- und Klimawandelanpassungsplans“. Darin werden die wesentlichen geplanten Umwelt- und Klimaschutz-Maßnahmen der Gemeinde beschrieben und eine Basis dafür gebildet, wie die Stadt optimal und zukunftsorientiert handeln kann.

Nähere Informationen unter: www.weiz.at


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Hier steht der
ÖKOSOZIALE KLIMAKOMPASS
Ein Leitfaden für Klimawandelanpassung im ländlichen und städtischen Raum
zum Download bereit.