Wien

Im Zuge des Klimawandels nimmt vor allem im städtischen Bereich die Zahl der Hitzetage mehr und mehr zu. Gesundheitliche Belastungen sind dabei vorprogrammiert. Im wahrsten Sinne des Wortes cool finden daher viele den Wiener „Sommerspritzer“ – eine Erfindung von Wiener Wasser, um Hitze-Hotspots in der Stadt zu entschärfen. Dabei handelt es sich um höchst wirksame und bereits über die Stadtgrenzen hinaus sehr beliebte Sprühduschen, die auf Hydranten montiert werden. Mit 34 feinen Düsen kühlen sie ihre Umgebung. 2019 wurden diese „Sommerspritzer“ erstmals an fünf Plätzen montiert – und 2020 werden sie bereits weiter ausgebaut. Darüber hinaus werden in Wien seit 2019 viele weitere Maßnahmen gesetzt, um sommerliche Temperaturspitzen zu kappen: Von den Wiener Stadtgärtnern wurden etwa an 50 Flächen Sprühnebelanlagen installiert. In Intervallschaltungen kühlen sie die Umgebung – und die zahlreichen PassantInnen. Auf besonders heißen Plätzen wie dem Schwarzenbergplatz oder dem Praterstern waren überdies Spritzschläuche im Einsatz. Mit einem 12 m² großen Wasservorhang wurde der Karlsplatz schließlich sogar zum „Karlsplatsch“. Für innere Kühlung sorgt an Hitzetagen zudem die „Fahrbar“ mit ihrem eiskalten Hochquellwasser. Und neben den 1.000 fixen Trinkbrunnen in der Stadt sind auch 25 mobile, 3 m große Trinkbrunnen im Einsatz. Sie kühlen aber nicht nur von innen, sondern sorgen mit einer integrierten Nebeldusche ebenfalls für eine Kühlung von außen.

Nähere Informationen unter: www.wien.gv.at/umwelt/cooleswien

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ÖKOSOZIALE KLIMAKOMPASS
Ein Leitfaden für Klimawandelanpassung im ländlichen und städtischen Raum
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