Ökosozialer Bodenkompass


Täglich werden in Österreich 16 Hektar Boden für Betriebs-, Erholungs- und Abbauflächen, sowie Bau- und Verkehrsflächen verbraucht. Vor allem Gemeinden stehen vor großen Herausforderungen in diesem Bereich. Zuzug und wachsende Anforderungen in Sachen Infrastruktur steigern den Bedarf an Flächen im Ortsgebiet. Mit kluger Planung ist qualitativer und quantitativer Bodenschutz möglich und gleichzeitig lassen sich attraktive Strukturen im ländlichen Raum sicherstellen. So vielfältig die Funktionen des Bodens sind, so vielfältig sind auch die Interessen, die mit dem Boden bzw. der Nutzung des Bodens in Verbindung stehen. Deshalb geht Bodenschutz alle an und braucht die Mitarbeit von möglichst allen.  Der Ökosoziale Bodenkompass bietet einen Leitfaden für Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Gemeinderätinnen und Gemeinderäte und Informationen für Interessierte, wie Bodenschutz und nachhaltiges Flächenmanagement umgesetzt werden können.

“Erfolgreiche Raumplanung ist das Instrument einer vorausschauenden Gestaltung unseres unmittelbaren Lebensumfelds und gleichzeitig ein wichtiger Schlüssel zum Schutz lebensnotwendiger Ressourcen wie fruchtbarem Ackerland, kostbarem Wasser und nicht zuletzt dem Boden selbst.” Stephan Pernkopf, Präsident des Ökosozialen Forums Österreich

Bodenschutz in Bildern


Menschen leben seit jeher dort, wo die besten (fruchtbarsten) Böden sind. Die logische Schlussfolgerung ist, dass vorallem „gute“ Böden für Siedlungen in Anspruch genommen wurden. Durch die steigende Inanspruchnahme wird der sparsame und vernünftige Umgang mit dem Boden immer wichtiger, damit auch in Zukunft Flächen für die verschiedenen Bedürfnisse zur Verfügung stehen. Der nachhaltige Umgang mit Böden ist eine der größten Herausforderungen der heutigen Zeit. Nicht nur in Österreich, sondern weltweit


Warum ist der nachhaltige Umgang mit Böden so wichtig?



Boden ist Nahrung : Für die Lebens- und Futtermittelerzeugung werden Acker- und Grünlandflächen benötigt.

Boden ist Energie: Nachwachsende Rohstoffe können fossile Energieträger ersetzen. Das schützt das Klima und stärkt die regionale Wirtschaft.

Boden ist Lebensqualität: Ein attraktives Lebensumfeld wird durch die Erhaltung und Schaffung von Erholungsgebieten, Freiräumen und der Kulturlandschaft, aber auch durch einen belebten Ortskern, gute Infrastruktur und eine intakte Versorgung geschaffen.

Boden ist Zukunft: Für eine gesunde Regionalentwicklung muss den nachfolgenden Generationen Gestaltungsmöglichkeiten und Spielraum gegeben werden.

Boden ist Vergangenheit: Der Boden ist das Archiv der Naturgeschichte. Böden lassen auch Rückschlüsse auf die Kulturgeschichte zu, denn menschliche Siedlungs- und Kulturaktivitäten hinterlassen vielfältige Spuren.

Boden ist Schutz: Ein gesunder Boden kann bis zu 2.000 Kubikmeter überschüssiges Wasser pro Hektar speichern. Das Wasserspeichervermögen durch intakte Böden vermindert so das Hochwasserrisiko bei steigenden hochwasserfördernden Ereignissen.

Boden ist Filter: Der Boden regelt den Wasserhaushalt (Grundwasserneubildung, Abflussregulierung und thermische Ausgleichsfunktion) und den Stoffhaushalt (Nährstoffverfügbarkeit, Gashaushalt und Kohlenstoffspeicher.) Gleichzeitig werden organische Substanzen abgebaut und Humus aufgebaut. Boden wirkt damit als Filter und Puffer für Schadstoffe.

Boden ist Gesundheit: Unversiegelte Böden ermöglichen die Bindung von Staub und haben einen positiven Einfluss auf das Mikroklima. Vor allem in stark verbauten bzw. versiegelten Gebieten kommt es zu verhältnismäßig stärker ausfallenden Temperaturanstiegen. Besonders in stadtnahen Gebieten zählen Grünflächen und Parkanlagen daher bereits als beliebte Raumplanungselemente.

Boden ist Natur: Als Lebensgrundlage und -raum für Pflanzen und Tiere, aber auch für Bodenorganismen ist Boden Grundlage für unsere Biodiversität.

Boden ist Klima: Böden speichern den größten Anteil an terrestrisch gebundenem Kohlenstoff in der Biosphäre und sind da- mit Schlüsselfaktor im Kampf gegen den Klimawandel.

Boden ist Wirtschaft: Die landwirtschaftliche Produktion ist wichtiger Wirtschaftsfaktor und Einkommensquelle im ländlichen Raum. Darüber hinaus sind Böden Lagerstätten für Rohstoffe, die Ausgangsstoffe für wirtschaftliche Aktivitäten sind.


Bodenschutz und Flächenmanagement- so kann´s gehen:


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"Ökosozialer Bodenkompass"

zum Download bereit.


Ein Leitfaden für Klimawandelanpassung im ländlichen und städtischen Raum.

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