Seit Juni dieses Jahres schickt die Pensionsversicherung rund 3,6 Millionen Briefe aus, um die bei der PVA Versicherten über die Erstgutschrift auf ihrem Pensionskonto zu informieren. Vor allem bei jüngeren Jahrgängen kann sich Ernüchterung breit machen, einen goldenen Lebensabend werden sich nur die allerwenigsten erwarten können.

Einerseits wird beruhigt, dass es sich bei dem ausgewiesenen Betrag nur um einen aktuellen Stand handelt, der sich mit weiteren Beitragsjahren erhöhen wird. Andererseits werben parallel private Versicherungen mit Produkten, die die „Pensionslücke“ schließen sollen. Mit dem Umstieg auf das Allgemeine Pensionskonto werden Jüngere jedenfalls mit einer niedrigeren Pension rechnen können als jene, die bereits in Pension sind. So berechnete sich bis 2003 die Pension noch aus den 15 besten Beitragsjahren, nach schrittweiser Erhöhung der Durchrechnungszeiträume wird jetzt die gesamte Versicherungszeit als Berechnungsgrundlage herangezogen.

Phasen mit geringfügiger Beschäftigung, Teilzeitarbeit oder unbezahlte Praktika wirken sich also negativ auf die Pensionshöhe aus – für Angehörige der „Generation Praktikum“ keine gute Nachricht. Trotz der Bezeichnung Kontogutschrift handelt es sich beim Pensionskonto nicht um ein klassisches Konto. Der ausgewiesene Betrag kann weder behoben werden noch wird er auf dem Kapitalmarkt veranlagt. Das Umlageverfahren der österreichischen Alterssicherung bleibt. Die zu errechnende monatliche Pensionshöhe gilt vorbehaltlich etwaiger Änderungen.

Nach Schätzungen des Sozialministeriums hat Österreich 2012 11,2 Prozent des BIPs für die Alterssicherung aufgewendet. Prognosen zufolge soll 2050 ein Wert von 14,6 Prozent erreicht werden. Weitere Reformen sind also nicht auszuschließen. Vor allem in Bezug auf das tatsächliche Pensionsantrittsalter hat Österreich Handlungsbedarf. Derzeit sind die ÖsterreicherInnen im Schnitt 22 Jahre in Pension. Höherverdiener länger als Niedrigverdiener. Frauen länger als Männer. Solange das Vertrauensprinzip lange Übergangsfristen bei Änderungen bewirkt, greifen Reformen nur langsam. Einstweilen sollen die Jungen – die Generation, die von der Wirtschaftskrise am stärksten betroffen ist – mit dem Gehalt aus zum Teil prekären Jobs nicht nur über das Umlageverfahren die heutigen Pensionen bezahlen, sondern sich sicherheitshalber auch noch privat absichern, um künftige Pensionslücken abfedern zu können.

Seit Juni dieses Jahres schickt die Pensionsversicherung rund 3,6 Millionen Briefe aus, um die bei der PVA Versicherten über die Erstgutschrift auf ihrem Pensionskonto zu informieren. Vor allem bei jüngeren Jahrgängen kann sich Ernüchterung breit machen, einen goldenen Lebensabend werden sich nur die allerwenigsten erwarten können.
Einerseits wird beruhigt, dass es sich bei dem ausgewiesenen Betrag nur um einen aktuellen Stand handelt, der sich mit weiteren Beitragsjahren erhöhen wird. Andererseits werben parallel private Versicherungen mit Produkten, die die „Pensionslücke“ schließen sollen. Mit dem Umstieg auf das Allgemeine Pensionskonto werden Jüngere jedenfalls mit einer niedrigeren Pension rechnen können als jene, die bereits in Pension sind. So berechnete sich bis 2003 die Pension noch aus den 15 besten Beitragsjahren, nach schrittweiser Erhöhung der Durchrechnungszeiträume wird jetzt die gesamte Versicherungszeit als Berechnungsgrundlage herangezogen.
Phasen mit geringfügiger Beschäftigung, Teilzeitarbeit oder unbezahlte Praktika wirken sich also negativ auf die Pensionshöhe aus – für Angehörige der „Generation Praktikum“ keine gute Nachricht. Trotz der Bezeichnung Kontogutschrift handelt es sich beim Pensionskonto nicht um ein klassisches Konto. Der ausgewiesene Betrag kann weder behoben werden noch wird er auf dem Kapitalmarkt veranlagt. Das Umlageverfahren der österreichischen Alterssicherung bleibt. Die zu errechnende monatliche Pensionshöhe gilt vorbehaltlich etwaiger Änderungen.
Nach Schätzungen des Sozialministeriums hat Österreich 2012 11,2 Prozent des BIPs für die Alterssicherung aufgewendet. Prognosen zufolge soll 2050 ein Wert von 14,6 Prozent erreicht werden. Weitere Reformen sind also nicht auszuschließen. Vor allem in Bezug auf das tatsächliche Pensionsantrittsalter hat Österreich Handlungsbedarf. Derzeit sind die ÖsterreicherInnen im Schnitt 22 Jahre in Pension. Höherverdiener länger als Niedrigverdiener. Frauen länger als Männer. Solange das Vertrauensprinzip lange Übergangsfristen bei Änderungen bewirkt, greifen Reformen nur langsam. Einstweilen sollen die Jungen – die Generation, die von der Wirtschaftskrise am stärksten betroffen ist – mit dem Gehalt aus zum Teil prekären Jobs nicht nur über das Umlageverfahren die heutigen Pensionen bezahlen, sondern sich sicherheitshalber auch noch privat absichern, um künftige Pensionslücken abfedern zu können.