{"id":486,"date":"2020-02-04T15:46:32","date_gmt":"2020-02-04T14:46:32","guid":{"rendered":"https:\/\/oekosozial.at\/oberoesterreich\/?p=486"},"modified":"2021-04-22T15:14:36","modified_gmt":"2021-04-22T13:14:36","slug":"leben-mit-demenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/oekosozial.at\/oberoesterreich\/leben-mit-demenz\/","title":{"rendered":"Leben mit Demenz"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Auf Einladung des \u00d6kosozialen Forums Ober\u00f6sterreich und seines Obmannes LR Max Hiegelsberger diskutierten am 27. J\u00e4nner LH-Stv.<sup>in<\/sup> Christine Haberlander, Primar Dr. Elmar Kainz vom Neuromed Campus Linz und Demenzaktivistin Helga Rohra \u00fcber den gesellschaftlichen Umgang mit Demenzkranken. In einer \u00e4lter werdenden Gesellschaft r\u00fccken die Pflege und die Versorgung von Menschen mit einer Demenzerkrankung st\u00e4rker ins Blickfeld. Die Fr\u00fcherkennung, aber auch die Anerkennung der Pflegeleistung der Angeh\u00f6rigen sind wichtige Schritte hin zur gesellschaftlichen Inklusion, dar\u00fcber war sich die Diskussionsrunde im Bildungshaus St. Magdalena einig.&nbsp; <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vortrag von Demenzaktivistin Helga\nRohra: Leben mit Demenz erleichtern<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eMan f\u00fchlt sich wie einbetoniert, wenn\nman die Diagnose erf\u00e4hrt. Man sieht keinen Sinn mehr im Leben &#8211; es braucht\ngenau in dieser Situation Mutmacher, jedenfalls keine Pharmazeutika, sondern\n\u00bbPsychozeutika\u00ab. Ich habe zu einer positiven Stimmung finden m\u00fcssen, denn ich\nhatte tiefe Trauer gef\u00fchlt, als mich die Diagnose erreichte\u201c,<\/em> so Helga Rohra beim Gespr\u00e4chsabend zum\nThema Leben mit Demenz im Bildungshaus Sankt Magdalena.<\/p>\n\n\n\n<p>Mehr als 150 G\u00e4ste folgten der\nEinladung. Neben Frau Rohra konnte Landesrat Max Hiegelsberger, Obmann des\n\u00d6kosozialen Forum Ober\u00f6sterreich und Initiator des Abends, die\nGesundheitsreferentin des Landes O\u00d6 LH-Stv.<sup>in<\/sup> Mag.<sup>a<\/sup>\nChristine Haberlander und Primar Dr. Elmar Kainz vom Neuromed Campus Linz\nbegr\u00fc\u00dfen. Helga Rohra erz\u00e4hlte von ihrem Leben mit Demenz und betonte dabei,\nwie wichtig es ist, dass nicht nur positive Kraftquellen vorhanden sind,\nsondern auch die Gesellschaft demenzsensibel werden muss. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/oekosozial.at\/oberoesterreich\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/02\/demenz2-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-490\" srcset=\"https:\/\/oekosozial.at\/oberoesterreich\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/02\/demenz2-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/oekosozial.at\/oberoesterreich\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/02\/demenz2-300x200.jpg 300w, https:\/\/oekosozial.at\/oberoesterreich\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/02\/demenz2-768x512.jpg 768w, https:\/\/oekosozial.at\/oberoesterreich\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/02\/demenz2-100x67.jpg 100w, https:\/\/oekosozial.at\/oberoesterreich\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/02\/demenz2-758x505.jpg 758w, https:\/\/oekosozial.at\/oberoesterreich\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/02\/demenz2-968x645.jpg 968w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Helga Rohra beim Vortrag \u00fcber ihr Leben mit Demenz<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Mit Demenz ist man nicht alleine<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine immer \u00e4lter werdende Gesellschaft\nbedeutet auch eine h\u00f6here Anzahl von Demenz-Betroffenen. Eine schwere Belastung\nf\u00fcr die Betroffenen und deren Angeh\u00f6rigen ist die Tatsache, dass Demenz nicht\nheilbar ist. Eine fr\u00fchzeitige Diagnose und das Wissen, wie man damit umgeht,\nwenn man betroffen ist, sind daher umso wichtiger. <em>\u201eWir wissen, dass Demenz\nnicht nur f\u00fcr die Betroffenen, sondern auch f\u00fcr die Angeh\u00f6rigen eine gro\u00dfe\nHerausforderung darstellt. Daher wollen wir mit der Ausrollung von elf\nDemenzberatungsstellen in ganz Ober\u00f6sterreich den Betroffenen und deren\nAngeh\u00f6rigen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Niemand in Ober\u00f6sterreich ist\nalleine mit dieser Krankheit. Wir m\u00fcssen der Krankheit Demenz in allen Sektoren\nder Gesellschaft begegnen. Wenn wir aufzeigen, dass man auch etwas tun kann,\nkann man die Angst vor der Krankheit ein St\u00fcck weit nehmen\u201c, <\/em>betont\nLH-Stellvertreterin Christine Haberlander. Bei einer fr\u00fchen Diagnose kann der\nKrankheitsverlauf durch Training, Medikamente und Anpassung der Lebensweise\nabgemildert werden. Schwere Formen der Krankheit k\u00f6nnen dadurch sogar\nhinausgez\u00f6gert werden. Obwohl es noch keine Heilung f\u00fcr die neurologische\nErkrankung gibt, kann jeder etwas zur Senkung des Erkrankungsrisikos\nunternehmen. Studien zeigen, dass eine gesunde und aktive Lebensweise das\nRisiko f\u00fcr Demenz drastisch reduzieren kann. So setzt das Land etwa einen\nSchwerpunkt \u201egesund altern\u201c in den mehr als 400 Gesunden Gemeinden. Denn genau\ndiese Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen wie Bewegung oder eine gesunde Lebensweise lassen\nsich in der Gemeinschaft leichter in die Tat umsetzen und sorgen f\u00fcr mehr\nLebensjahre in Gesundheit. <em>\u201eAber auch an den Schulen f\u00fcr Gesundheits- und\nKrankenpflege hat man sich bereits auf das Thema Demenz fokussiert. Wir wollen\nin Zukunft mit gut geschultem Personal in Medizin und Pflege, auf die steigende\nAnzahl der Demenzbetroffenen vorbereitet sein. Es ist uns ein gro\u00dfes Anliegen,\ndie Ober\u00f6sterreicherinnen und Ober\u00f6sterreicher in diesen schweren Situationen\nnicht alleine zu lassen\u201c, <\/em>erkl\u00e4rt die LH-Stellvertreterin.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Demenz als gesamtgesellschaftliche\nAufgabe<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eAls \u00f6kosoziales Forum ist es uns ein gro\u00dfes Anliegen, auch\nauf schwierige Themen aufmerksam zu machen, die uns in Zukunft stark\nbesch\u00e4ftigen werden. Wenn man sich die demographische Entwicklung ansieht, dann\nwerden Demenz-Erkrankungen ganz klar noch zu einer gr\u00f6\u00dferen Herausforderung als\nbisher. Ober\u00f6sterreich hat mit der \u00bbIntegrierten Versorgung Demenz\u00ab bereits\nerste wichtige Schritte getan. Weitere Ma\u00dfnahmen m\u00fcssen folgen, um die Pflege\nsicherzustellen und einer Vereinsamung der Betroffenen vorzubeugen. Schlie\u00dflich\nwerden rund 80 Prozent der Demenzkranken zu Hause gepflegt, gerade im\nl\u00e4ndlichen Raum auch von Familienangeh\u00f6rigen. Diesen Menschen geb\u00fchrt h\u00f6chste\nAnerkennung. Sowohl die Kranken selbst als auch deren pflegende Angeh\u00f6rige\nm\u00fcssen auch in Zukunft in den Gemeinden und dem sozialen Leben vor Ort\u201c gut\neingebunden bleiben<\/em>,\nso Landesrat Max Hiegelsberger. Auch wenn aktuell noch keine\nHeilungsm\u00f6glichkeiten in Aussicht sind, so waren sich die Podiumsg\u00e4ste doch\ndarin einig, dass ein gesunder Lebensstil und eine positive Lebenseinstellung\ndabei helfen, Demenz zumindest etwas zu verz\u00f6gern und auch im Krankheitsfall\ndie Lebensqualit\u00e4t zu erh\u00f6hen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bildtexte :<\/p>\n\n\n\n<p>\u00d6SF_Demenz1 (von links): Primar Dr.\nElmar Kainz vom Neuromed Campus Linz, Demenzaktivistin Helga Rohra, LH-Stv.<sup>in<\/sup>\nMag.<sup>a<\/sup> Christine Haberlander und Obmann des \u00d6kosozialen Forums\nOber\u00f6sterreich LR Max Hiegelsberger diskutierten \u00fcber den gesellschaftlichen\nUmgang mit Demenzkranken<\/p>\n\n\n\n<p>\u00d6SF_Demenz2: Demenzaktivistin Helga\nRohra bei ihrem spannenden Vortrag<\/p>\n\n\n\n<p>Fotos: Land O\u00d6\/Ernst Grilnberger<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf Einladung des \u00d6kosozialen Forums Ober\u00f6sterreich und seines Obmannes LR Max Hiegelsberger diskutierten am 27. 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