Oberösterreich, Niederösterreich

Im Zuge des LIFE+-Projekts „Netzwerk Donau“ wurden an den Donaukraftwerken Ottensheim und Greifenstein naturnahe Umgehungsgewässer errichtet, die in ihrer Wasserführung kleinen Flüssen entsprechen. Damit konnten Vernetzung und Fischdurchgängigkeit in der Donau und in ihren Zubringern wiederhergestellt und gleichzeitig donautypische Schlüsselhabitate geschaffen werden. In den Umgehungsarmen, die als Laich- und Jungfischhabitat dienen, haben sich mittlerweile schon über 40 Fischarten angesiedelt. Das Projekt „Netzwerk Donau“ ist Teil der Unternehmensstrategie von VERBUND mit dem Ziel der fortlaufenden Verbesserung der Umweltstandards im Bereich der klimafreundlichen, CO2-freien Energieerzeugung. Damit achtet VERBUND das Recht künftiger Generationen auf eine intakte und lebenswerte Umwelt und leistet darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur Erreichung nationaler und internationaler Natur-, Umwelt- und Klimaschutzziele. Zur Umsetzung der dazu nötigen gewässerökologischen Maßnahmen werden bis 2027 rund 280 Millionen Euro bereitgestellt. Die internationale Vorbildwirkung von „Netzwerk Donau“ zeigt sich nicht zuletzt am Einzug ins Finale des Natura-2000-Awards 2018 in der Kategorie „Conservation“. Das Projekt zählt somit zu den fünf besten europäischen Naturschutzprojekten. Die positiven ökologischen Erfahrungen aus diesem und den bisherigen Projekten – LIFE+ Traisen und LIFE Vernetzung Donau-Ybbs – fließen nun auch in die Planung und die Umsetzung neuer gewässerökologischer Projekte am Grenzinn sowie an der Donau bei Altenwörth und Abwinden-Asten ein. Grüne Infrastruktur an Laufkraftwerken liefert dabei aber nicht nur einen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität durch Verbesserung der Lebensräume und der ökologischen Korridore. Sie bietet auch gesellschaftliche Vorteile wie ein attraktiveres Landschaftsbild und neue Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten.




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Ein Leitfaden für die grüne Infrastruktur im ländlichen und städtischen Raum