{"id":655,"date":"2023-02-13T19:02:59","date_gmt":"2023-02-13T18:02:59","guid":{"rendered":"https:\/\/oekosozial.at\/kaernten\/?p=655"},"modified":"2023-02-13T19:03:39","modified_gmt":"2023-02-13T18:03:39","slug":"zeit-fuer-die-wende-energiewende-aber-wie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/oekosozial.at\/kaernten\/zeit-fuer-die-wende-energiewende-aber-wie\/","title":{"rendered":"<strong>Zeit f\u00fcr die Wende: Energiewende aber wie?!<\/strong>"},"content":{"rendered":"\n<p>Am Mittwoch, 8. Februar 2023, luden das \u00d6kosoziale Forum K\u00e4rnten, die Landwirtschaftskammer K\u00e4rnten und die Raiffeisenlandesbank K\u00e4rnten im Bildungshaus Schloss Krastowitz sowie online via Zoom und Facebook zu Diskussionsveranstaltung \u201eZeit f\u00fcr die Wende: Energiewende aber wie?!\u201c. Astrid Brunner, Vizepr\u00e4sidentin der Landwirtschaftskammer K\u00e4rnten, stellte in ihren Begr\u00fc\u00dfungsworten unmissverst\u00e4ndlich klar, dass die Land- und Forstwirtschaft mit der Installation von PV-Anlagen auf Hallend\u00e4chern und Minderertragsfl\u00e4chen sowie die Bereitstellung von Biomasse einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende leisten kann und will. Georg Messner, Vorstandsdirektor der Raiffeisen Landesbank K\u00e4rnten, f\u00fchrt im Anschluss aus, dass ein nachhaltiger und sorgsamer Umgang mit den zu Verf\u00fcgung stehenden Ressourcen in der DNA von Genossenschaften liegt und die Raiffeisen Landesbank durch die energetische Sanierung der Filialstandorte sowie das Neudenken der Mobilit\u00e4t ihren eigenen CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck laufend reduziert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/oekosozial.at\/kaernten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/02\/IMG_6936_Fb-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"610\" src=\"https:\/\/oekosozial.at\/kaernten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/02\/IMG_6936_Fb-1024x610.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-657\" srcset=\"https:\/\/oekosozial.at\/kaernten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/02\/IMG_6936_Fb-1024x610.jpg 1024w, https:\/\/oekosozial.at\/kaernten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/02\/IMG_6936_Fb-300x179.jpg 300w, https:\/\/oekosozial.at\/kaernten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/02\/IMG_6936_Fb-768x457.jpg 768w, https:\/\/oekosozial.at\/kaernten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/02\/IMG_6936_Fb-1536x914.jpg 1536w, https:\/\/oekosozial.at\/kaernten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/02\/IMG_6936_Fb-2048x1219.jpg 2048w, https:\/\/oekosozial.at\/kaernten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/02\/IMG_6936_Fb-100x60.jpg 100w, https:\/\/oekosozial.at\/kaernten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/02\/IMG_6936_Fb-758x451.jpg 758w, https:\/\/oekosozial.at\/kaernten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/02\/IMG_6936_Fb-968x576.jpg 968w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Georg Messner (Raiffeisen Landesbank K\u00e4rnten), Danny G\u00fcthlein (Kelag), Heinz Kopetz (Energypeace), Astrid Brunner (LK K\u00e4rnten), Martin Granitzer (Amt der K\u00e4rntner Landesregierung), Bernhard Rebernig (\u00d6kosoziales Forum K\u00e4rnten) (v.l.n.r.)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Die Kraft der Sonnen gezielt nutzen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Heinz Kopetz, Obmann von Energypeace, stellt K\u00e4rnten in seinem Vortrag vor den \u00fcber 300 Online- sowie Offline-Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein durchaus gemischtes Zeugnis aus. W\u00e4hrend der Anteil an erneuerbaren Energien in K\u00e4rnten mit 55% einen Spitzenwert darstellt und der Stromverbrauch bilanziell gesehen schon heute zu 100% aus Erneuerbaren stammt, wei\u00dft K\u00e4rnten gleichzeitig die h\u00f6chste pro-Kopf Emissionen und den geringsten Anteil an E-Autos \u00d6sterreichs auf. Da der Stromverbrauch durch E-Mobilit\u00e4t, Digitalisierung und W\u00e4rmepumpen in den n\u00e4chsten Jahren deutlich steigen wird, sind aus Sicht von Dr. Kopetz innovative Ideen zur Stromproduktion gefragt. Allen voran m\u00fcssen PV-Projekte von den Talb\u00f6den teilweise in die Berglagen wandern. Auch die Windkraft muss deutlich forciert werden, um die Winterstromproduktion, welche derzeit noch zu 50% aus Erdgas erfolgt, nachhaltiger zu machen. Ebenso ist die Nutzung von Biomasse weiter auszubauen, da sie die kontinuierlichste erneuerbare Energieform darstellt. Zus\u00e4tzlich zur drastischen Reduktion der CO<sub>2<\/sub>-Emissionen, ben\u00f6tigen wir ein Programm zur Kohlenstoffentnahme aus der Atmosph\u00e4re. Der derzeitige Anteil von 420 ppm, welcher um \u00fcber 50% h\u00f6her ist als noch vor 100 Jahren, muss zumindest Richtung 350 ppm reduziert werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Netzausbau und Stromspeicher forcieren<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Danny G\u00fcthlein, Vorstandsmitglied der Kelag AG, zeichnete ein Bild vom Energiesystem der Zukunft, welches nicht mehr linear, sondern flexibel, dezentral und in Teilen gemeinschaftlich organisiert aussehen wird. Zudem wei\u00dft er unmissverst\u00e4ndlich drauf hin, dass die Energiewende in \u00d6sterreich vor allem eine W\u00e4rme- und Verkehrswende darstellt, da nur 12% der Energie f\u00fcr die Stromproduktion aufgewendet werden. Wir m\u00fcssen bereits heute die Infrastrukturen f\u00fcr das Klimaneutralit\u00e4tsziel 2040 schaffen, allen voran auch kurz-&nbsp; bis mittelfristige Speicherm\u00f6glichkeiten (bspw. Wasserstroff und synthetisches Methan aber auch Batterien von E-Autos). Auch das Leitungssystem muss \u00fcberregional sowie bis auf Ortsebene deutlich ausgebaut werden. Daf\u00fcr braucht f\u00fcr alle Beteiligten auch klare Leitlinien seitens der Politik um zu wissen welche Energietr\u00e4ger wo und in welchem Ausma\u00df forciert werden sollen. Der Fl\u00e4chenbedarf f\u00fcr PV-Anlagen zur Erreichung des 20230 Ziels betr\u00e4gt mit 100 m\u00b2 0,1% der Staatsfl\u00e4che, was dem Fl\u00e4chenverbrauch aller Golfpl\u00e4tze in \u00d6sterreich gleichkommt. Wir k\u00f6nnen uns diese Golfpl\u00e4tze leisten und sollten uns daher auch die f\u00fcr die Energiewende notwendige PV-Fl\u00e4chen leisten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gemeinschaftlich Energie produzieren<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00d6sterreich ist europaweit Vorreiter bei der Etablierung von Energiegemeinschaften. Die einfachste Art der Energiegemeinschaft stellen gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen dar, bspw. eine PV-Anlage auf dem Dach eines Mehrparteienhauses. Aber Energiegenossenschaften k\u00f6nnen nicht nur mit unmittelbaren Nachbarn, sondern auch mit der eigenen Siedlung oder gar mit dem ganzen Dorf geschaffen werden. Martin Granitzer vom Amt der K\u00e4rntner Landesregierung erkl\u00e4rte was es zu beachten gilt, wenn man eine Energiegemeinschaft gr\u00fcnden m\u00f6chte. Essenziell sind der enge Austausch mit dem Netzbetreiber, die Wahl der passenden Rechtspers\u00f6nlichkeit sowie das Schlie\u00dfen externer und interner Vertr\u00e4ge. Unter <a href=\"http:\/\/www.energiegemeinschaften.gv.at\">www.energiegemeinschaften.gv.at<\/a> k\u00f6nnen alle bisher in \u00d6sterreich gegr\u00fcndeten EEGs gefunden und kontaktiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>In der anschlie\u00dfenden Podiumsdiskussion waren sich die Referenten einig, dass die Energiewende durch den Netzausbau sowie den Bau zus\u00e4tzlicher PV- und Windkraftanlagen sichtbar sein wird und man keine Angst davor haben braucht. Dennoch darf nicht vergessen werden, dass die Energiesuffizienz und -effizienz stets an oberster Stelle zu stehen hat, denn jene Kilowattstunde, die nicht verbraucht wird, ist die beste Kilowattstunde. Bernhard Rebernig, Pr\u00e4sident des \u00d6kosozialen Forum K\u00e4rnten, res\u00fcmiert, dass es f\u00fcr das Gelingen der Energiewende eine deutliche Reduktion des Energieverbrauchs, einen massiven Ausbau der erneuerbaren Energietr\u00e4ger sowie etwas mehr Mut von allen ben\u00f6tigt, um nicht von den eigenen Kindern in 20 Jahren gefragt zu werden, warum wir nichts getan haben, obwohl&nbsp; wir genau wussten was zu tun gewesen w\u00e4re.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Mittwoch, 8. Februar 2023, luden das \u00d6kosoziale Forum K\u00e4rnten, die Landwirtschaftskammer K\u00e4rnten und die Raiffeisenlandesbank K\u00e4rnten im Bildungshaus Schloss Krastowitz sowie online via Zoom und Facebook zu Diskussionsveranstaltung \u201eZeit f\u00fcr die Wende: Energiewende aber wie?!\u201c. 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