{"id":629,"date":"2022-10-16T15:11:00","date_gmt":"2022-10-16T13:11:00","guid":{"rendered":"https:\/\/oekosozial.at\/kaernten\/?p=629"},"modified":"2022-10-18T22:12:21","modified_gmt":"2022-10-18T20:12:21","slug":"welternaehrungstag-2022-teilen-ist-das-beste-rezept-gegen-hunger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/oekosozial.at\/kaernten\/welternaehrungstag-2022-teilen-ist-das-beste-rezept-gegen-hunger\/","title":{"rendered":"Weltern\u00e4hrungstag 2022: TEILEN ist das beste Rezept gegen HUNGER!"},"content":{"rendered":"\n<p>Angesichts von Krieg und Klimawandel ist der weltweite Hunger wieder auf dem Vormarsch. Mehr als 828 Millionen Menschen hungern weltweit. 70 Prozent davon sind Frauen \u2013 vor allem im l\u00e4ndlichen Raum \u2013, die auf Grund von Missernten in Folge des Klimawandels nicht genug zu essen f\u00fcr sich und ihre Familien haben. W\u00e4hrend auf der einen Seite der Erde akuter Mangel an Lebensmitteln herrscht, hat die Lebensmittelverschwendung in der industrialisierten Welt ein nie dagewesenes Ausma\u00df erreicht. Auch in \u00d6sterreich und in K\u00e4rnten werden pro Haushalt und Jahr im Durchschnitt genie\u00dfbare Lebensmittel im Wert von 400 Euro in den M\u00fcll geworfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Anl\u00e4sslich des Weltern\u00e4hrungstages am 16. Oktober haben die K\u00e4rntner B\u00e4uerinnen gemeinsam mit dem \u00d6kosozialen Forum und der Caritas K\u00e4rnten auf diesen Missstand hinweisen. Die Organisationen rufen dazu auf, bewusster mit Lebensmitteln umzugehen und einen Teil der Ersparnis an jene zu spenden, die akut von Hunger betroffen sind. <strong>Landesb\u00e4uerin Astrid Brunner<\/strong>: \u201e<em>Die heimischen B\u00e4uerinnen produzieren mit viel harter Arbeit jene Lebensmittel, die wir alle tagt\u00e4glich so ganz selbstverst\u00e4ndlich konsumieren. Leider bekommen diese Lebensmittel nicht immer jene Wertsch\u00e4tzung, die ihnen zusteht. Viel zu viel Essen landet hierzulande im M\u00fcll. Wenn wir sorgsam mit unseren Lebensmitteln umgehen, k\u00f6nnen wir einen Teil dessen, was wir einsparen, an jene weiterleiten, die unter Hunger leiden.\u201c<\/em> Die K\u00e4rntner B\u00e4uerinnen gehen mit gutem Bespiel voran und servierten am Vortag des Weltern\u00e4hrungstages im Rahmen einer Charity-Aktion auf dem Neuen Platz in Klagenfurt geladenen G\u00e4sten und Passant*innen ein kleines Fr\u00fchst\u00fcck gegen eine freiwillige Spende. Der Reinerl\u00f6s der Spenden geht an ein Hilfsprojekt der Caritas f\u00fcr Frauen im l\u00e4ndlichen Raum in Afrika.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ernst Sandriesser, Direktor der Caritas<\/strong> <strong>K\u00e4rnten,<\/strong> sagt voll \u00dcberzeugung: <em>\u201eIn einer Welt, die mehr als gen\u00fcgend Nahrung f\u00fcr alle produziert, sollte niemand hungern m\u00fcssen.\u201c <\/em>Die Caritas K\u00e4rnten arbeitet intensiv an Projekten f\u00fcr eine Zukunft ohne Hunger in Uganda und Kenia. Sandriesser<em>: \u201eUnser Projekt \u201e\u00c4cker, auf denen die Zukunft w\u00e4chst\u201c schenkt den Frauen vor Ort nicht nur ein St\u00fcck Hoffnung, sondern sie erfahren vor allem, wie sie ihre Familien ern\u00e4hren k\u00f6nnen. Die Menschen leiden zudem unter chronischer Mangel- und Unterern\u00e4hrung und Analphabetismus. Viele Frauen und M\u00e4nner mussten ihr Nomadenleben aufgeben und k\u00e4mpfen jetzt als Bauern ums \u00dcberleben.\u201c<\/em> Besonders wichtig sei laut Sandriesser die langfristige Bek\u00e4mpfung des Hungers durch Ma\u00dfnahmen zu verbesserten<\/p>\n\n\n\n<p>Anbaumethoden, Schulungen \u00fcber D\u00fcngung, Kompostierung, Lagerung und Vermarktung der Ernte. \u201e<em>Aber auch durch die Verteilung von Saatgut, landwirtschaftlichen Ger\u00e4ten und Nutztieren wird vielen Familien geholfen. Wir d\u00fcrfen den Kampf gegen den Hunger nicht aufgeben. Wir haben in \u00d6sterreich und K\u00e4rnten eine Mitverantwortung f\u00fcr die Folgen des Klimawandels<\/em>\u201c, so der Caritasdirektor.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr <strong>Bernhard Rebernig, Pr\u00e4sident des \u00d6kosozialen Forums<\/strong>, ist die Tatsache, dass nach wie vor j\u00e4hrlich Millionen Menschen verhungern, eine Schande: <em>\u201eUnser Planet hat die Ressourcen, um alle Menschen zu ern\u00e4hren. Das Problem liegt in der ungerechten Verteilung von Nahrung. Um das zu ver\u00e4ndern, braucht es ein Wirtschaftssystem, das nicht blind ist f\u00fcr Armut, Hunger und Ausbeutung von Mensch und Natur.\u201c <\/em>F\u00fcr Rebernig hat in diesem Zusammenhang auch der Kampf gegen die Klimakrise oberste Priorit\u00e4t:<em> \u201eD\u00fcrren und Hungersn\u00f6te sind eine direkte Folge des Klimawandels. Die \u00c4rmsten der Armen sp\u00fcren die Auswirkungen als erstes. Die Weltgemeinschaft muss sich rasch dazu bekennen, aus der Verbrennung von fossilen Energietr\u00e4gern auszusteigen!\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>V<\/em>or dem Hintergrund der dramatischen Weltern\u00e4hrungssituation begr\u00fc\u00dfen das \u00d6kosoziale Forum und die Caritas die Aufstockung der finanziellen Mittel f\u00fcr die Entwicklungszusammenarbeit und die Hungerbek\u00e4mpfung im Bundesbudget f\u00fcr das Jahr 2023: <em>\u201eDass \u00d6sterreich mehr Geld als bisher in die Hand nehmen will, um den weltweiten Hunger zu bek\u00e4mpfen, ist angesichts der dramatischen Situation definitiv ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung!\u201c,<\/em> so Rebernig. Noch ist \u00d6sterreich aber weit entfernt davon, seiner internationalen Verpflichtung, 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens f\u00fcr die Entwicklungszusammenarbeit aufzuwenden, nachzukommen. Aktuell liegt der Anteil erst bei etwas \u00fcber 0,3 Prozent.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Angesichts von Krieg und Klimawandel ist der weltweite Hunger wieder auf dem Vormarsch. Mehr als 828 Millionen Menschen hungern weltweit. 70 Prozent davon sind Frauen \u2013 vor allem im l\u00e4ndlichen Raum \u2013, die auf Grund von Missernten in Folge des Klimawandels nicht genug zu essen f\u00fcr sich und ihre Familien haben. 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