{"id":597,"date":"2022-01-16T17:15:00","date_gmt":"2022-01-16T16:15:00","guid":{"rendered":"https:\/\/oekosozial.at\/kaernten\/?p=597"},"modified":"2022-01-30T17:18:44","modified_gmt":"2022-01-30T16:18:44","slug":"zukunftsstrategie-biooekonomie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/oekosozial.at\/kaernten\/zukunftsstrategie-biooekonomie\/","title":{"rendered":"Zukunftsstrategie Bio\u00f6konomie"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>K\u00e4rnten macht sich auf den Weg in eine \u00f6kosoziale Zukunft. Bio\u00f6konomie ist dazu ein Schl\u00fcssel. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der European Green Deal ist die faszinierende Vision, Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent der Erde zu machen. Sp\u00e4testens ab dann d\u00fcrfen nicht mehr Treibhausgase produziert werden, als durch Kohlenstoffsenken ausgeglichen werden k\u00f6nnen. Um dieses Ziel zu erreichen, f\u00fchren immer mehr europ\u00e4ische Staaten CO<sub>2<\/sub>-Steuern ein. Damit wird klar: Klimaschutz wird auch f\u00fcr Unternehmen ein zentraler Wettbewerbsfaktor der Zukunft.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber wie kann der Ausstieg aus \u00d6l und Gas gelingen? Durch das Konzept der Bio\u00f6konomie! Es steht f\u00fcr eine Neuausrichtung des gesamten Wirtschaftsmodells, indem fossile und mineralische Rohstoffe in m\u00f6glichst allen Bereichen (Lebensmittelsystem, holzverarbeitende Industrie, Chemie- und Kunststoffindustrie, Energiebereitstellung, etc.) durch nachwachsende Ressourcen ersetzt werden. Das System der Kreislaufwirtschaft erg\u00e4nzt durch seinen Fokus auf Reststoffnutzung, Abfallvermeidung und Recycling die Bio\u00f6konomie hin zu einer noch nachhaltigeren Wirtschaft und beide gemeinsam schaffen regionale Wertsch\u00f6pfung und neue Green Jobs.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufbauend auf die EU-Bio\u00f6konomie-Strategie aus 2018 hat \u00d6sterreich 2019 seine eigene Bio\u00f6konomie-Strategie vorgelegt und setzt im aktuellen Regierungsprogramm auf die Bio\u00f6konomie als Zukunftskonzept: im Mittelpunkt stehen Ma\u00dfnahmen zur Verbesserung der Verf\u00fcgbarkeit nat\u00fcrlicher Ressourcen und Energietr\u00e4ger, F\u00f6rderma\u00dfnahmen f\u00fcr Forschung und Entwicklung neuer Produkte und Prozesse sowie Rahmenbedingungen um bio\u00f6konomiebasierte Produkte wettbewerbsf\u00e4hig zu machen (z.B. Labeling).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>K\u00e4rnten nimmt die Herausforderung an<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>K\u00e4rnten hat sich das Ziel gesetzt beim Thema Bio\u00f6konomie zum Frontrunner in \u00d6sterreich zu werden. Das Land will sich damit einen Wettbewerbsvorteil f\u00fcr die Zukunft erarbeiten um Unternehmen ein m\u00f6glichst klimafreundliches Setting bieten zu k\u00f6nnen<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00e4rnten hat eine gute Ausgangsposition! Zum Beispiel in der Energieproduktion werden 53% des gesamten Energiebedarfs werden aus erneuerbaren Ressourcen gewonnen. Das macht K\u00e4rnten gemeinsam mit Schweden zum EU-Spitzenreiter. Zudem versorgt sich K\u00e4rnten dank Wasserkraft schon heute mit fast 100% \u00d6kostrom selbst.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Voraussetzungen f\u00fcr die weitere Entwicklung stehen g\u00fcnstig, denn K\u00e4rnten hat enormes Potenzial was die Verf\u00fcgbarkeit nat\u00fcrlicher Ressourcen anlangt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Sonnenland K\u00e4rnten<\/strong>: Das Bundesland ist mit seiner ausgezeichneten Sonneneinstrahlung (Klagenfurt ist die Landeshauptstadt mit den meisten Sonnenstunden \u00d6sterreichs!) pr\u00e4destiniert f\u00fcr den Ausbau der Erzeugung von Sonnenstrom.<\/li><li><strong>Wasserland K\u00e4rnten<\/strong>: Als bundesweiter Spitzenreiter nutzt K\u00e4rnten seinen Wasserreichtum bereits in 540 Anlagen zur Stromproduktion. Durch Modernisierung von bestehenden und die Errichtung von neuen (Klein-)Wasserkraftwerken besteht noch viel zus\u00e4tzliches Potenzial.<\/li><li><strong>Holzland K\u00e4rnten<\/strong>: Mit einem Waldanteil von 62% z\u00e4hlt K\u00e4rnten zu den waldreichsten Bundesl\u00e4ndern und sitzt auf einem Schatz von 178 Millionen Festmetern Holz. Nur rund 70% des j\u00e4hrlichen Zuwachses werden derzeit genutzt.<\/li><li><strong>Agrarland K\u00e4rnten<\/strong>: K\u00e4rnten besitzt auf Grund seiner klimatischen Verh\u00e4ltnisse eine der vielf\u00e4ltigsten Landwirtschaften in ganz Europa. Neben der Produktion von hochwertigen Lebensmitteln aus b\u00e4uerlicher Hand ist viel Potenzial f\u00fcr erneuerbare Rohstoffe von Gr\u00fcnland und Ackerland vorhanden.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>K\u00e4rnten besitzt aber nicht nur die notwendigen Produktionsfaktoren sondern auch das Know-how, sie zu nutzen. Dazu z\u00e4hlen Photovoltaik- und Solarthermie-Unternehmen von Weltrang sowie extrem potente holzverarbeitende Betriebe (Hasslacher, Offner, Mondi, Stora Enso, etc.), zahlreiche Technologie-Unternehmen (Infineon, Flex, Kohlbach etc.) als auch eine chemische Industrie die geeignet ist, in Zukunft aus biogenen Rohstoffen \u00f6kologische Alternativen zu erzeugen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die politischen Weichen sind gestellt. Mit attraktiven Rahmenbedingungen und einer der besten F\u00f6rderkulissen in ganz \u00d6sterreich &#8211; vor allem f\u00fcr Biomasse und Photovoltaik &#8211; tr\u00e4gt das Land dazu bei, die Transformation hin zu einer Wirtschaft ohne fossile Energietr\u00e4ger zu beschleunigen. Nationale Rahmenbedingungen wie das Erneuerbare Ausbaugesetz erg\u00e4nzen das Portfolio. Dazu kommen Leuchtturmprojekte wie z.B. \u201eH2Carinthia\u201c mit dem Ziel, \u201eGr\u00fcnen Wasserstoff\u201c als nachhaltigen Energietr\u00e4ger der Zukunft zu etablieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Man sieht also, die Voraussetzungen sind da und die Richtung stimmt. Nat\u00fcrlich bleibt noch einiges zu tun um K\u00e4rntens Positionierung im Bereich der Bio\u00f6konomie auszubauen: Noch fehlt eine Bio\u00f6konomie-Strategie die alle Kr\u00e4fte im Land b\u00fcndelt und koordiniert, noch muss B\u00fcrokratie abgebaut werden, um erneuerbare Rohstoffe bestm\u00f6glich nutzen zu k\u00f6nnen und ein Bio\u00f6konomie-Cluster w\u00fcrde die Positionierung K\u00e4rntens unterst\u00fctzen. Trotzdem ist klar: in K\u00e4rnten wird an einer enkeltauglichen und \u00f6kosozialen Zukunft gebaut. Wer daran mit bauen will, ist in K\u00e4rnten an der richtigen Stelle!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00e4rnten macht sich auf den Weg in eine \u00f6kosoziale Zukunft. 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