{"id":594,"date":"2022-01-23T14:49:00","date_gmt":"2022-01-23T13:49:00","guid":{"rendered":"https:\/\/oekosozial.at\/kaernten\/?p=594"},"modified":"2022-01-27T22:54:15","modified_gmt":"2022-01-27T21:54:15","slug":"mit-steuern-steuern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/oekosozial.at\/kaernten\/mit-steuern-steuern\/","title":{"rendered":"Mit Steuern steuern!"},"content":{"rendered":"<p>Der freie Markt hat nicht immer Recht. Er ist auf einem Auge blind, da Sch\u00e4den durch Umweltverschmutzung meist nicht im Marktpreis abgebildet, sondern der Gesellschaft aufgeb\u00fcrdet werden. Dieses \u201eMarktversagen\u201c gilt insbesondere f\u00fcr den Aussto\u00df von CO<sub>2<\/sub> und in weiterer Folge f\u00fcr den Klimawandel \u2013 der Zukunftsfrage der Menschheit.<\/p>\n<p>Wo der Markt versagt, ist die Politik gefordert steuernd einzugreifen. Das ist das Wesen der \u00d6kosozialen Marktwirtschaft und genau das hat die Bundesregierung durch die Umsetzung einer \u00f6kosozialen Steuerreform nun gemacht. Erstmals erh\u00e4lt das Treibhausgas CO<sub>2<\/sub> in \u00d6sterreich einen Preis. Wer CO<sub>2<\/sub> Emissionen verursacht, muss f\u00fcr die der Gesellschaft entstehenden Kosten aufkommen. Klingt selbstverst\u00e4ndlich, war aber bisher nicht der Fall!<\/p>\n<p>Wer glaubt, der heimischen Wirtschaft wird damit ein B\u00e4rendienst erwiesen, irrt. Schweden hat bereits in den 1990ern den Weg einer CO<sub>2<\/sub>-Steuer beschritten. W\u00e4hrend dort das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den letzten 20 Jahren um 47% gewachsen ist, sind die CO<sub>2<\/sub>-Emissionen um mehr als 25% gesunken. In \u00d6sterreich hat das BIP im gleichen Zeitraum nur um 31% zugelegt, w\u00e4hrend die CO<sub>2<\/sub>-Emissionen nahezu gleichgeblieben sind. Zudem mit 30 Euro je Tonne wird der CO<sub>2<\/sub>-Preis in \u00d6sterreich moderat ausfallen \u2013 in Schweden liegt er aktuell bei ca. 120 Euro je Tonne.<\/p>\n<p>Der Bundesregierung ist es mit der Reform zudem gelungen, f\u00fcr einen sozialen Ausgleich zu sorgen. Wer klimafreundlich agiert wird belohnt, w\u00e4hrend jener, der z.B. nicht auf das Auto verzichten kann, einen regional gestaffelten Klimabonus erh\u00e4lt. \u00a0<\/p>\n<p>Trotzdem: das kann nur der Anfang gewesen sein. Der Preis f\u00fcr CO<sub>2<\/sub> wird steigen m\u00fcssen, wenn wir den Umstieg vom fossilen ins solare Zeitalter schaffen wollen. Die gute Nachricht ist: <strong>das Beispiel Schweden zeigt, dass Wohlstand und Klimaschutz Hand in Hand gehen k\u00f6nnen<\/strong>.<\/p>\n<p>Es liegt an uns B\u00fcrgerInnen wie es mit der CO<sub>2<\/sub>-Bepreisung in \u00d6sterreich weitergeht. Der Dieselpreis an der Zapfs\u00e4ule darf uns nicht wichtiger sein, als die Zukunft unserer Kinder. Machen wir uns auf in eine \u00f6kosoziale Zukunft. Mit \u201eSteuern zu steuern\u201c ist einer der wichtigen Schritte dazu.<\/p>\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der freie Markt hat nicht immer Recht. Er ist auf einem Auge blind, da Sch\u00e4den durch Umweltverschmutzung meist nicht im Marktpreis abgebildet, sondern der Gesellschaft aufgeb\u00fcrdet werden. Dieses \u201eMarktversagen\u201c gilt insbesondere f\u00fcr den Aussto\u00df von CO2 und in weiterer Folge f\u00fcr den Klimawandel \u2013 der Zukunftsfrage der Menschheit. Wo der Markt versagt, ist die Politik gefordert steuernd einzugreifen. 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