{"id":573,"date":"2021-03-23T17:39:00","date_gmt":"2021-03-23T16:39:00","guid":{"rendered":"https:\/\/oekosozial.at\/kaernten\/?p=573"},"modified":"2021-03-31T20:40:08","modified_gmt":"2021-03-31T18:40:08","slug":"zukunfts-strategie-biooekonomie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/oekosozial.at\/kaernten\/zukunfts-strategie-biooekonomie\/","title":{"rendered":"Zukunfts-Strategie Bio\u00f6konomie"},"content":{"rendered":"\n<p><em>K\u00e4rnten hat das Potenzial zur Vorzeigeregion in Sachen Klimaschutz. Aber nur, wenn es seine Chancen strategisch nutzt. In der Post-Corona \u00c4ra wird der Klimawandel wieder zum bestimmenden Thema und sp\u00e4testens, wenn die Nicht-Erreichung von Klimazielen Strafzahlungen f\u00fcr den Staat nach sich zieht, wird Klimaschutz ein wichtiger Wettbewerbsfaktor sein.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">Aber wie kann die Transformation unseres &#8211; durch fossile Energietr\u00e4ger und Rohstoffe am Laufen gehaltenen &#8211; Wirtschaftssystems hin zu hin zu mehr Nachhaltigkeit gelingen? Eine Antwort liefert das Konzept der Bio-\u00d6konomie. Im Zentrum steht die Dekarbonisierung der Wirtschaft durch den Einsatz erneuerbarer Energietr\u00e4ger und Rohstoffe. Die Bio\u00f6konomie schafft damit neue Perspektiven f\u00fcr nachhaltiges Wachstum und Green Jobs.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:17px\"><strong>Und was hat das mit K\u00e4rnten zu tun?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nun, wie bei jeder Ver\u00e4nderung wird \u2013 egal ob Unternehmen oder Staat \u2013 derjenige am st\u00e4rksten profitieren, der absehbare Entwicklungen fr\u00fchzeitig antizipiert und sich strategisch darauf einstellt. K\u00e4rnten hat die besten Voraussetzungen, um als Vorzeigeregion auf dem Weg zu einem \u00f6kologisch nachhaltigen und klimaeffizienten Wirtschaftsmodell voranzugehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wasserland K\u00e4rnten<\/strong>: Als bundesweiter Spitzenreiter nutzt K\u00e4rnten seien Wasserreichtum bereits in 540 Anlagen zur Stromproduktion. Durch Modernisierung von bestehenden und die Errichtung von neuen (Klein-) Wasserkraftwerken besteht noch zus\u00e4tzliches Potenzial.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sonnenland K\u00e4rnten<\/strong>: Unser Bundesland ist mit seiner ausgezeichneten Sonneneinstrahlung (Klagenfurt ist die Landeshauptstadt mit den meisten Sonnenstunden \u00d6sterreichs) pr\u00e4destiniert f\u00fcr den Ausbau der Erzeugung von Sonnenstrom.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Holzland K\u00e4rnten<\/strong>: Mit einem Waldanteil von 62 % ist K\u00e4rnten nach der Steiermark das waldreichste Bundesland \u00d6sterreichs und sitzt auf einem Schatz von 178 Millionen Vorratsfestmetern Holz. Nur rund 70 % des j\u00e4hrlichen Zuwachses werden genutzt, der Einsatz von Holz am Bau und in der Energie ist massiv ausbaubar.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:17px\"><strong>Technologie-Land K\u00e4rnten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>K\u00e4rnten besitzt nicht nur die notwendigen Produktionsfaktoren, sondern auch das Know-how, sie zu nutzen. Dazu z\u00e4hlen Photovoltaik- und Solarthermie-Unternehmen (GreenOneTec, Energetica, etc.), holzverarbeitende Betriebe (Hasslacher, Offner, Mondi, Stora Enso, etc.) und zahlreiche Technologie-Unternehmen (Infineon, Flex, Kohlbach etc.). In Summe k\u00f6nnen in K\u00e4rnten bereits jetzt 70 bis 100 Betriebe dem Zukunftssektor Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft zugerechnet werden. Dazu kommen Leuchtturmprojekte wie zum Beispiel \u201eH2Carinthia\u201c mit dem Ziel der Produktion und Nutzung von \u201eGr\u00fcnem Wasserstoff\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00e4rnten h\u00e4tte also das Potenzial, zu einer Vorzeigeregion f\u00fcr ein \u201egr\u00fcnes Wirtschaftsmodell der Zukunft\u201c zu avancieren. Eine Voraussetzung daf\u00fcr ist jedoch, die derzeit losen Bausteine in eine klare strategische Positionierung K\u00e4rntens als f\u00fchrende Bio-\u00d6konomie-Modellregion zusammenzuf\u00fchren. Die Erarbeitung einer Bio\u00f6konomie-Strategie unter Federf\u00fchrung des Landes K\u00e4rnten (Stichwort Standortmarketing!) in Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern w\u00e4re notwendig, die Etablierung eines \u201eBio\u00f6konomie- Clusters\u201c ein erster Meilenstein.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:17px\"><strong>Bio-\u00d6konomie als Rezept gegen Abwanderung nutzen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Vorteile f\u00fcr den Standort liegen auf der Hand: Die st\u00e4rkere Nutzung regionaler Ressourcen st\u00e4rkt die heimischen Wirtschaftskreisl\u00e4ufe und bringt Wertsch\u00f6pfung und Arbeitspl\u00e4tze in die ohnehin von Abwanderung bedrohten peripheren Gebiete. Mehr noch \u2013 eine klare Positionierung k\u00f6nnte hochwertige Green Jobs in K\u00e4rnten schaffen und junge Menschen an K\u00e4rnten binden. Last but not least k\u00f6nnte die \u201eBio\u00f6konomie-Positionierung\u201c im Konzept des nachhaltigen Tourismus seine Fortsetzung finden und neue Zielgruppen erschlie\u00dfbar machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Weg zu einer Bio\u00f6konomie-Modellregion ist nat\u00fcrlich eine Herausforderung, aber eigentlich ohne Alternative. Erste Schritte seitens der Landesregierung wurden gesetzt. Jetzt gilt es die \u00dcberschriften im Standortmarketing mit Leben zur erf\u00fcllen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00e4rnten hat das Potenzial zur Vorzeigeregion in Sachen Klimaschutz. Aber nur, wenn es seine Chancen strategisch nutzt. In der Post-Corona \u00c4ra wird der Klimawandel wieder zum bestimmenden Thema und sp\u00e4testens, wenn die Nicht-Erreichung von Klimazielen Strafzahlungen f\u00fcr den Staat nach sich zieht, wird Klimaschutz ein wichtiger Wettbewerbsfaktor sein. 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