Caring & Sharing

Gesellschaftspolitik

Um die Pensionslücke durch Kinderbetreuung zu verringern (Caring), gibt es seit 2005 das freiwillige Pensionssplitting (Sharing).

Die gute Nachricht zuerst: Die geschlechtsspezifische Pensionslücke wird kleiner. Seit 2010 ist sie um 4,4 Prozentpunkte geschrumpft. Die weniger gute Nachricht: Die Differenz zwischen den durchschnittlichen Alterspensionen von Männern und Frauen beträgt immer noch 40,3 %. Während die durchschnittliche Bruttopension von Männern 2.620 Euro (14-mal jährlich) beträgt, erhalten Frauen im Schnitt 1.563 Euro. Entsprechend ist die Armutsgefährdungsquote alleinlebender Pensionistinnen doppelt so hoch wie die der alleinlebenden Pensionisten.


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Aufgrund von Einkommensunterschieden zwischen Frauen und Männern und geschlechtsspezifischen Differenzen in der Erwerbstätigkeit während des Berufslebens fallen die Alterspensionen von Frauen meist deutlich niedriger aus als jene von Männern. Um vor allem die Schere aufgrund der Kinderbetreuung nicht zu stark aufgehen zu lassen, gibt es seit 2005 das freiwillige Pensionssplitting.

Dies ermöglicht es Eltern, ihre Pensionsansprüche für die Jahre der Kindererziehung untereinander aufzuteilen. Bis zu 50 % der Teilgutschriften zum Pensionskonto können vom erwerbstätigen Elternteil auf das Pensionskonto des überwiegend erziehenden Elternteils übertragen werden. Der Antrag ist schriftlich bis zum 10. Geburtstag des Kindes einzubringen. Beide Elternteile müssen dem Antrag zustimmen.

2025 haben 1.732 Paare einen Antrag zum Pensionssplitting gestellt. Zum Vergleich: Im selben Jahr wurden in Österreich 77.238 Kinder lebend geboren. Das entspricht in etwa einem Anteil von 2,2 %. Die geringe Inanspruchnahme könnte am geringen Bekanntheitsgrad liegen. Laut einer Umfrage das Katholischen Familienverbandes waren 2023 nur einem Drittel das freiwillige Pensionssplitting bekannt.

Falls wir Ihr Interesse geweckt haben finden Sie hier das Formular für den Pensionssplitting-Antrag.

Pensionssplitting

Quelle:

  • Statistik Austria
  • Die Presse, 2026
  • Familie.at