„11 Würfel Zucker – so viel steckt in einer Dose Cola.“ Diese Zahl sorgte beim Workshop an der Polytechnischen Schule Korneuburg für staunende Gesichter. Die Schüler:innen setzten sich in einem Workshop des Ökosozialen Forums praxisnah mit ihrer täglichen Ernährung auseinander. Ziel war es, durch alltagsnahe Beispiele ein besseres Verständnis für Inhaltsstoffe, Konsumgewohnheiten und die Auswirkungen von Ernährung auf Gesundheit und Umwelt zu vermitteln.
Auch der Zusammenhang zwischen Ernährung und Bewegung wurde greifbar: Wer eine Packung Chips isst, müsste rund eine Stunde laufen, um die aufgenommenen Kalorien wieder zu verbrennen. Gleichzeitig rückten ökologische Fragen in den Fokus. Die Schüler:innen erfuhren etwa, dass für eine Avocado rund 200 Liter Wasser benötigt werden und verglichen Lebensmittel anhand ihres CO₂-Fußabdrucks. Dabei wurde deutlich: Lebensmittel lassen sich nicht einfach in „gut“ oder „schlecht“ einteilen – Herkunft, Verarbeitung und Ressourcenverbrauch spielen eine wichtige Rolle.
Ernährung als gesellschaftliche Herausforderung
Hintergrund der Initiative ist auch die zunehmende gesundheitliche Relevanz des Themas: In Österreich ist bereits jeder dritte Bub und jedes vierte Mädchen im Volksschulalter übergewichtig oder adipös – mit steigender Tendenz, insbesondere in städtischen Regionen. Ernährung ist nicht nur eine Frage individueller Entscheidungen, sondern auch von sozialen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geprägt. Das Ökosoziales Forum engagiert sich als Teil des FEAST-Konsortiums für die wissenschaftliche Aufarbeitung dieser Herausforderungen und setzt gleichzeitig konkrete Maßnahmen in der Praxis um. Gemeinsam mit der Polytechnischen Schule Korneuburg wird daran gearbeitet, den Schulstandort Windmühlgasse nachhaltig weiterzuentwickeln. Im Fokus stehen dabei Angebote, die nicht nur gesund und ressourcenschonend sind, sondern auch den Geschmack der Jugendlichen treffen.







