Lebensmittelverschwendung ist gewaltiges Klimaproblem

Klima/Umwelt/Ressourcen

Zwischen 8 und 10 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen entstehen durch Lebensmittelverschwendung. Laut dem Food Waste Index der Vereinten Nationen entspricht das rund dem Fünffachen der Emissionen des gesamten Flugverkehrs. Lebensmittelverschwendung ist damit nicht nur ein gesellschaftliches, sondern vor allem auch ein massives Klimaproblem.

Teuer für das Klima

Lebensmittelverluste entstehen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der landwirtschaftlichen Produktion über Verarbeitung und Handel bis hin zum Konsum. In Österreich werden jährlich rund 1,2 Millionen Tonnen noch genussfähige Lebensmittel weggeworfen, die ursprünglich für den menschlichen Verzehr bestimmt waren. Der größte Anteil entfällt dabei auf private Haushalte, in denen rund 54 Prozent der Lebensmittelabfälle entstehen. Durchschnittlich wirft jede Person in Österreich etwa 1,3 Kilogramm Lebensmittel pro Woche weg – das entspricht rund 69 Kilogramm pro Jahr.


Teller statt Tonne

Rund 30 Prozent der weltweit landwirtschaftlich genutzten Fläche werden für Lebensmittel verwendet, die später im Müll landen. Anders ausgedrückt: Jeder dritte landwirtschaftliche Betrieb arbeitet praktisch für die Tonne. Gleichzeitig steckt in diesen Lebensmittelmengen enormes Potenzial: Die Tafel Österreich konnte allein 2024 über 1.578 Tonnen Lebensmittel retten und an mehr als 75.000 Menschen in 160 Sozialeinrichtungen im ganzen Land verteilen. In Österreich sind 420.000 Menschen von schwerer Ernährungsarmut betroffen. Viele wissen nicht, wie sie die nächste Mahlzeit bezahlen sollen – während gleichzeitig tonnenweise Lebensmittel weggeworfen werden.

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